Kreis lehnt Tierschutzverein-Anliegen ab: „Erforderlicher Nachweis für die Sachkunde fehlt“

Tierheim Gardelegen: Vorerst keine Erlaubnis

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Carmen Koch, die Vorsitzende des Tierschutzvereins, hat aktuell nicht „die notwendige Sachkunde zum Betreiben eines Tierheims“. Deshalb gibt es noch keine Betriebserlaubnis.

Gardelegen. Der Tierschutzverein Gardelegen-Kalbe erhält vorerst keine Betriebserlaubnis für das Gardelegener Tierheim. Das teilt der Altmarkkreis Salzwedel auf Anfrage mit. Denn es fehle „der erforderliche Nachweis für die Sachkunde“.

Konkret: Carmen Koch, die Vorsitzende des Tierschutzvereins und designierte Leiterin des Tierheims, hat zwar an einem Seminar teilgenommen, aber die Prüfung nicht abgelegt. Oder, wie Kreis-Pressesprecherin Birgit Eurich sich ausdrückt: „Leider konnte kein bestandener Prüfungsnachweis für das Grundlagenseminar für Tierheimleiter . . . vorgelegt werden. “ Und so lange dieser Nachweis fehle, so Dezernent Hans Thiele, könne der Kreis kein Okay geben. „Denn die Grundvoraussetzungen müssen vorhanden sein“, so sehr man dies auch bedauere.

„Die erforderlichen Nachweise reichen dem Veterinäramt nicht aus“, hatte gestern Carmen Koch selbst mitgeteilt. Man bleibe aber in Gesprächen mit dem Kreis. Soll heißen: Wenn „die notwendige Sachkunde zum Betreiben eines Tierheims“ nachgewiesen werden kann, so nochmals der Kreis, könnte es eine Betriebserlaubnis geben. Andere Bewerber für das seit dem vergangenen September ohne Betreiber da stehende Tierheim in Gardelegen gibt es momentan nicht.

„Frau Koch hat immer mit offenen Karten gespielt“, erklärte dazu gestern Gardelegens Bürgermeisterin Mandy Zepig. Von der nicht vorhandenen Sachkunde habe sie gewusst. Der Gardelegener Stadtrat hatte am Montag entschieden, dem Tierschutzverein einen Euro pro Einwohner und Jahr zu geben. Dieses Geld wird aber erst dann überwiesen, wenn die Betriebserlaubnis vorliegt.

Von Stefan Schmidt

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