Stadt investiert dieses Jahr 142 000 Euro / 81 Spielplätze im gesamten Stadtgebiet

Tendenz: Weniger Spielplätze

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In diesem Jahr die größte Spielplatz-Investition: Das neue Klettergerüst in Miesterhorst, das erst vor kurzem offiziell übergeben wurde.

Gardelegen. Die Stadt Gardelegen ist groß. Mehr als 600 Quadratkilometer umfasst das Stadtgebiet, inclusive 48 Ortsteilen. Und entsprechend vielen Spielplätzen. Deren 81 gibt es zwischen Dannefeld und Hottendorf.

Darüber berichtete Dagmar Bauer, Mitarbeiterin in der Gardelegener Stadtverwaltung, während des am Dienstagabend stattfindenden städtischen Sozialausschusses.

Diese Spielplätze zu unterhalten, sei eine Mammutaufgabe, erklärte Dagmar Bauer. Viele dieser Plätze seien „bei der Übernahme in einem relativ maroden Zustand“ gewesen, vor allem in den Dörfern. „In der Vergangenheit ist das relativ stiefmütterlich behandelt worden“, blickte die Verwaltungsmitarbeiterin auf die Zeit vor den Eingemeindungen zurück. Es habe „erhebliche Mängel“ gegeben. Deshalb seien mehrere Geräte auch recht schnell abgebaut worden, „das waren mitunter Hauruck-Aktionen“, die vor Ort auch mal „negativ angekommen“ seien. Es habe aber keine Alternative gegeben, bekräftigte sie.

In diesem Jahr hat die Stadt 142 000 Euro für neue Geräte und die Sanierung von Spielplätzen ausgegeben. Die ursprünglich im Haushalt eingeplanten 30 000 Euro seien „bei weitem nicht ausreichend“ gewesen, erklärte Dagmar Bauer.

Mittlerweile darf die Kommune selbst die Spielplätze überprüfen – früher waren das ausschließlich TÜV und Dekra. Drei Mitarbeiter seien dafür geschult worden, man erstelle derzeit eine Liste aller 81 Spielplätze, um möglichen weiteren Sanierungsbedarf zu ermitteln. 69 Spielplätze gibt es in den Ortsteilen sowie an Kitas, zwölf Spielplätze befinden sich in Gardelegen selbst.

Die weitere Vorgehensweise erläuterte Bürgermeister Konrad Fuchs: „Es kann nicht das Ziel sein, noch mehr Spielplätze zu errichten.“ Im Gegenteil: Es gebe zum Beispiel in Mieste vier solcher Spielplätze. Künftig soll es nur noch einen zentralen Platz geben, der dann aber entsprechend gut ausgestattet werde. „Dann müssen die Kinder eben ein paar Meter gehen – das ist in der Kernstadt aber nicht anders“, erklärte Fuchs.

Von Stefan Schmidt

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