Zucchini Sistaz aus Münster im Gardelegener Rathaussaal

Swingzeit in Grün

+
Die Zucchini Sistaz aus Münster: Sinje auf der Trompete, Jule am Kontrabass und Tina mit der Gitarre.

cd Gardelegen. Mit Netzstrümpfen, viel handgemachter Musik, mit dem Sound der 30er und 40er Jahre und viel Humor begeisterten die Zucchini Sistaz am Sonnabend die Zuhörer im voll besetzten Rathaussaal.

Die drei Musikerinnen mimten eine minimalistische Big Band mit dreistimmigem Gesang, Kontrabass, Gitarre, Trompete, Posaune und Flügelhorn, wobei das Publikum auch schon mal zum Schlagzeug wird. „Die Gardelegener sind Klatschtalente“, so Gitarristin Tina Werzinger. Überhaupt kommunizieren die Zucchini Sistaz gerne mit ihrem Publikum. „Wie heißen Sie denn?“, fragt Kontrabassistin Jule Balandat. Vereinzelt erklingen Vornamen aus dem Publikum.

Die drei Sistaz kommen aus Münster. „Waren Sie schon mal in Münster?“, fragten sie die Zuhörer. Ihrer Stadt widmeten sie einige Lieder. So erfuhren die Zuhörer vom Beruf des Türmers in Münster, den jetzt zum ersten Mal seit hunderten von Jahren eine Frau ausübt. „Der Türmer ist Türmerin“, singen die Zucchini frechen Mädels daraufhin. „Denn schließlich ist sie ja eine Kollegin.“ 300 Kilometer ist Münster entfernt und „wir sind mit unserem Fahrrad gekommen, das ist so ein Tandem für drei.“ Und wenn man im Münsteraner Stadtverkehr unterwegs ist, braucht man eine laute Hupe. Hupe Berta – „das älteste Mitglied unserer Band.“ – ist erkältet und braucht Unterstützung aus dem Publikum. Nicht erkältet, sondern beeindruckend virtuos spielt Sinje Schnittker die Blasinstrumente, die laut eigenen Angaben „in den Big Bands der Republik aufgewachsen“ ist.

Das Publikum hatte viel mitzumachen und ebenso viel zu lachen und fühlte sich dabei für einen kurzen Moment in die Swingzeit und die Jazzkneipen von New Orleans versetzt.

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare