Suche auf vier Pfoten

Diensthundeführer aus Gardelegen waren bei Fördergruppe der Lebenshilfe

Nach der Vorführung konnten die Frauen und Männer noch einen Diensthund streicheln.
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Nach der Vorführung konnten die Frauen und Männer noch einen Diensthund streicheln.

Gardelegen – Die Hunde waren schon zu hören und die Frauen und Männer der Fördergruppe der Lebenshilfe Altmark West ganz aufgeregt. Dann waren auch schon die ersten Hunde zu sehen, nacheinander stellten sich die Diensthundeführer aus Gardelegen auf und sich vor.

Fünf waren am Dienstag am Holzweg 14, um zu „zeigen, was die Hunde können oder nicht“, erklärte Polizeihauptmeister Nico Schmidt. Denn das sei immer abhängig von der Tagesform der Tiere. Vor Ort waren neben ihm noch Polizeiobermeisterin Katharina Stüwe, Polizeimeister Martin Wege, Polizeiobermeister Kai Schantora und Polizeihauptmeister Peter Schlawin mit drei Fährtenhunden, einem Leichenhund und einem Schutzhund. Insgesamt gibt es in Gardelegen zehn Diensthundeführer. Los ging es am Dienstag mit Katharina Stüwe, die mit ihrem Diensthund verschiedene Übungen zeigte. Begeistert schaute die Fördergruppe der Lebenshilfe Altmark West zu. Applaus gab es für den Hund und von seiner Diensthundeführerin eine Belohnung. Danach sahen die Frauen und Männer von Kai Schantora „etwas zum Thema Beißen“, erzählte Nico Schmidt. Denn Zubeißen dürfen die Hunde nicht, wenn die Person still steht. Deswegen stellte sich der Hund auch nur vor Martin Wege und bellte ihn an. Erst als der Polizeimeister bei der nächsten Übung zu laufen begann, biss der Vierbeiner ihm in den Arm, der durch Schutzkleidung aber geschützt war. Danach war der Leichenhund dran. Katharina Stüwe erzählte, dass bereits ein kleiner Tropfen Blut ausreicht, damit der Vierbeiner einen Menschen findet. Weil der Hund größere Flächen selbstständig absuchen kann, erleichtert er den Polizisten die Arbeit. Braucht aber auch Pausen. Im Sommer bei hohen Temperaturen oder im Winter, wenn es -10 oder -15 Grad Celsius sind, können die Hunde nicht lange suchen. Der Leichenhund kommt nicht nur in Sachsen-Anhalt, wie zum Beispiel beim Leichenfund in Stendal zum Einsatz, sondern auch in anderen Bundesländern. Oder wenn nach Personen in Gewässern gesucht wird. Auch hierbei können die Hunde die Menschen bei der Suche unterstützen. Dafür muss eigentlich täglich trainiert werden, informierte Nico Schmidt. Die Ausbildung zum Schutzhund dauert 14 Wochen. Danach werden die Hunde spezialisiert, also zum Fährten-, Leichen- oder anderem Suchhund ausgebildet.

VON INA TSCHAKYROW

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