Stundung fürs Glaswerk

Die Mitglieder des Gardelegener Wasserverbandes stimmten während ihrer letzten Zusammenkunft in alter Runde über die Stundungsanträge von Glaswerk und Stadt ab.

sts Gardelegen. Zum letzten Mal in dieser Zusammensetzung tagte am Mittwochabend die Verbandsversammlung des Wasserverbandes Gardelegen. Und hatte im nichtöffentlichen Teil Beschlüsse auf dem Tisch, bei denenes um Millionen ging.

Konkret: Zwei Anträge auf Stundung lagen vor. Es geht um einen Beitragsbescheid für die Erschließung des Industriegebietes Ost II. Dort hat sich die Agenda Glas Aktiengesellschaft mit ihrem Glaswerk und rund 150 Mitarbeitern angesiedelt. Und soll nun 1,5 Millionen Euro bezahlen. Ebenso übrigens wie die Stadt, dessen Kämmerer Maik Machalz in einem der jüngsten Fachausschüsse von dieser Rechnung berichtete und ebenso überrascht war die viele Stadträte.

Die Verbandsversammlung entschied nun, das Geld sowohl für die Stadt als auch für das Glaswerk zu stunden. Soll heißen: Der Betrag – es handelt sich jeweils um rund 1,5 Millionen Euro – muss später gezahlt werden, allerdings mitsamt anfallender Zinsen. Die Informationen über diese Stundungen, die vom Gremium einstimmig beschlossen wurden, sind gestern an Stadt und Glaswerk herausgegangen.

Ein weiteres Thema während der Verbandsversammlung war der Wirtschaftsplan für 2011. Er umfasst eine Investitionssumme von 1,004 Millionen Euro. Schwerpunkt ist dabei immer noch die Modernisierung des Klärwerkes. Wie der Technische Leiter Jörg Hellmann erläuterte, seien 80 Prozent dieser Arbeiten abgeschlossen.

Unverändert bleiben die Gebühren für Trink- und Schmutzwasser. Auch das beschloss die Verbandsversammlung. Für den Kubikmeter Trinkwasser gilt der Preis von 90 Cent, für den Kubikmeter Schmutzwasser werden 2,70 Euro fällig.

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