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Studierende stellten Ideen für Lindstedter Gutshof und Grundschule vor

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Von: Ina Tschakyrow

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Modell Ortschaft
Das Modell von Lindstedt fertigte eine Studentin an. Es steht in der ehemaligen Grundschule. © Ina Tschakyrow

Für ein Projekt stellten Studenten ihre Visionen für die Ortschaft Lindstedt vor. Ideen gibt es unter anderem für den Gutshof mit einem altersgerechten Wohnen und die ehemalige Grundschule, die noch mehr als multifunktionales Gebäude genutzt werden soll.

Lindstedt – Ein kleines Modell steht im Flur der ehemaligen Grundschule und zeigt Lindstedt. Angefertigt wurde es von einer Studentin, die am Projekt „Gleichwertige Lebensverhältnisse in Stadt und Land für die Altmark und die Hansestadt Gardelegen“ teilnahm. Dabei wurde neben den Ortschaften Letzlingen und Zichtau auch Lindstedt betrachtet.

Anja Rohrdiek stellte im Ortschaftsrat kürzlich die Ergebnisse des Projektes, welches von dem Kompetenzzentrum Stadtumbau gemeinsam mit Soziologie-Studenten der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg, mit Studenten des Studiengangs Stadtplanung der Technischen Universität Cottbus-Senftenberg sowie Architektur-Studenten der Hochschule Anhalt durchgeführt wurde, vor.

Betrachtet wurden bei dem interdisziplinären Workshop Potenziale und Defizite der vorhandenen städtebaulichen und baulichen Strukturen, Aspekte der Daseinsvorsorge, die Mobilität und Verkehrsinfrastruktur in der Fläche unter Berücksichtigung nachhaltiger Mobilität, Aufwertungsaspekte des Lebens auf dem Land durch Digitalisierung, die Veränderung der Arbeitswelt, neue Wohn- und Arbeitsmodelle für ländliche Räume, die Identifikation mit dem Ort und der Region, das Miteinander der Bürgerinnen und Bürger (soziale Orte) sowie das Engagement und Ehrenamt bzw. Vereinsleben.

Vom 20. bis 23. April waren die Studenten vor Ort, in Lindstedt wurde die „Achse Kirche und Gutshof“ vorgestellt, erzählte Anja Rohrdiek. Die angehenden Architekten zeigten „Visionen für Lindstedt“ auf. Beispielsweise für das Gebäude, in dem sich die ehemalige Grundschule befindet. In dieser sind unter anderem der Hort, die Bibliothek und das Büro des Ortsbürgermeisters. Die ehemalige Grundschule „kann zu einem multiplen Haus“ entwickelt werden. Beispielsweise mit Dienstleistern. An diesem Gebäude könnte ein Erweiterungsbau entstehen, zeigte Anja Rohrdiek den Ortschaftsratsmitgliedern den Entwurf eines Studierenden. Diese hätte eine Terrasse und die Fluchttreppe würde dort entlangführen.

Visionen haben die Studenten auch für den Gutshof entwickelt. Wichtig sei, dass dieser belebt ist. Seniorengerechtes Wohnen wäre in einem Gebäude möglich. Weiterhin wurden als Dienstleister eine Fußpflege sowie Friseur im Bereich des altersgerechten Wohnens vorgeschlagen.

Für die Sporthalle wurde ein offener Bereich am Giebel vorgeschlagen, sodass eine Sichtachse entsteht und Passanten sehen, wenn sich in der Sporthalle beispielsweise eine Sportgruppe trifft. Die Sporthalle sollte als Treffpunkt für die „Ertüchtigung und Gesundheitsförderung“ weiter entwickelt werden. Genannt wurde auch ein Gemeinschaftsgarten.

„Das ist aber alles nur Inspiration“, verdeutlichte Anja Rohrdiek.

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