Sanierung des Gräberfeldes verzögert sich

Streit um den Schotter in Mieste

Die Kreuze auf dem Gräberfeld für die KZ-Häftlinge auf dem Friedhof in Mieste müssten dringend saniert werden. Dies soll im nächsten Jahr geschehen.
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Die Kreuze auf dem Gräberfeld für die KZ-Häftlinge auf dem Friedhof in Mieste müssten dringend saniert werden. Dies soll im nächsten Jahr geschehen.

Mieste – Die geplante Umgestaltung des Gräberfeldes für die Opfer des Todesmarsches vom April 1945 wird sich auf das kommende Jahr verschieben.

Das erklärte Miestes Ortsbürgermeister Andy Neubauer während der jüngsten Sitzung des Ortschaftsrates, nachdem bereits der Vorsitzende des Gedenkstätten-Fördervereins, Konrad Fuchs, dies mitgeteilt hatte (wir berichteten).

Anlass für diese Verschiebung ist ein Widerspruch, den die Stadt Gardelegen gegen die Umgestaltungspläne des Landesverwaltungsamtes eingereicht hatte und der noch nicht entschieden ist. Es geht dabei um Schotter, der zwischen den einzelnen Gräbern verteilt werden soll. Dieser Schotter, so erläuterte Andy Neubauer, soll das Gleisbett darstellen, auf dem auch in Mieste ein Zug mit Häftlingen auf dem Bahnhof ankam. Von dort aus ging es wenige Tage später für die völlig entkräfteten Häftlinge zu Fuß weiter bis zur Feldscheune Isenschnibbe, in der sie letztlich umgebracht worden sind. Zwar gebe es Überlegungen in Landesbehörden, erklärte Andy Neubauer, die mittlerweile ausufernden Schottergärten auf Privatgrundstücken einzudämmen. Dies habe aber mit dem Gräberfeld in Mieste nichts zu tun, betonte er. Zumal auch bei vorherigen Gräberfeld-Umgestaltungen wie in Breitenfeld, Solpke und Estedt der symbolische Schotter verwendet und zuvor auch genehmigt worden sei. VON STEFAN SCHMIDT

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