Unternehmer unterstützen Bürgerinitiative gegen CO2-Endlager

„Stoppt den Wahnsinn!“

Mit neuen Transparenten an der Ackendorfer Landstraße macht die Bürgerinitiative „Kein CO2-Endlager Altmark“ seit Freitag Druck auf die Politiker. Fast 20 altmärkische Unternehmen – auch mehrere Gardelegener – unterstützen inzwischen die BI aktiv. Foto: Osmers

Gardelegen. Die Bürgerinitiative (BI) „Kein CO2-Endlager Altmark“ bekommt spürbare Unterstützung von einheimischen Unternehmern.

Nach BI-Angaben haben sich neben zahlreichen Bürgermeistern aus der Region Gardelegen inzwischen auch rund 20 Geschäftsführer altmärkischer Firmen dem BI-Appell gegen die geplante CO2-Verpressung in alten Erdgaslagern angeschlossen. Ein neues sichtbares Zeichen des Protestes setzte die BI am Freitagabend an der B 71 am Ortsausgang Gardelegen: Am Zaun des Fitness-Studios „Alte Ziegelei“ wurden zwei große Transparente befestigt, die der Gardelegener „Creativ“-Werbefachmann Jörg Reichmann bereitgestellt hat, um die Öffentlichkeit verstärkt auf die Ziele Bürgerinitiative aufmerksam zu machen. Wie viele andere auch ist Reichmann besorgt, dass verpresstes CO2 unkontrolliert an die Oberfläche gelangt und Menschen und Tiere unbemerkt in tödliche Gefahr bringt. Mit zwei weiteren neuen Transparenten will die BI dank Reichmann künftig bei ihren mobilen Protesaktionen unübersehbar Flagge zeigen.

Der ausgewählte Ort an der B 71 ist kein Zufall. Fitness-Studio Betreiber Jörg Lagemann war einer der ersten Gewerbetreibenden Gardelegens, die für die BI aktiv wurden und seit fast einem Jahr mit Plakaten vor dem giftigen, geruchlosen und unsichtbaren Gas warent. Zudem unterstützt Lagemann die Alternativaktion „Neue Wälder sind bessere CO2-Speicher und stellte das Außengelände des Studios für eine Pflanzaktion zur Verfügung – mehr als 100 Bäume wurden bereits gepflanzt.

In Berlin kommt am Mittwoch erneut der Vermittlungsausschuss des Bundestages zusammen, um über ein CO2-Verpressungsgesetz – damit verbunden ist ein Pilotprojekt zur CO2-Verpressung im altmärkischen Maxdorf – zu beraten. Die BI aus der Altmark ist ebenfalls dort. Im Gepäck sind die neuen Transparente mit ihrer Forderung: „Stoppt den Wahnsinn!“

Von Dirk Osmers

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