Vor einer Woche erneut eingesetzt

Gardelegen: Stolpersteine sind wieder da

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Die Ende Juni herausgerissenen neun Stolpersteine an der Sandstraße in Gardelegen sind wieder eingesetzt worden. 

sts Gardelegen. Die neun im Juni an der Sandstraße in Gardelegen geklauten Stolpersteine, die an Menschen jüdischen Glaubens erinnern, die in Gardelegen gelebt haben, sind wieder da.

Vor einer Woche, am Dienstag, 17. Juli, haben Mitarbeiter einer in Gardelegen ansässigen Firma die entwendeten Steine wieder eingesetzt.

Die neun neuen Stolpersteine an der Sandstraße waren Bestandteil einer an mehreren Stellen in der Gardelegener Altstadt erfolgten Einsetz-Aktion des Künstlers Gunther Demnig, der die Steine immer selbst einklöppelt. Die Initiative geht seit mehreren Jahren von den Schülern der Stolpersteine-Arbeitsgemeinschaft (AG) am Gardelegener Geschwister-Scholl-Gymnasium aus. Das Einsetzen erfolgte am 12. Juni. Knapp zwei Wochen später konnte ein Tatverdächtiger ermittelt werden, der offenbar in betrunkenem Zustand die Steine vor dem einstigen Wohnhaus der Familie Sonnenfeldt herausriss – Sohn Richard Sonnenfeldt war später Chef-Dolmetscher der Amerikaner bei den Nürnberger Prozessen nach dem Zweiten Weltkrieg und besuchte im hohen Alter mehrfach Gardelegen. Die betroffenen Steine befanden sich seit der Tat in der Obhut der Polizei, die sie sicherstellen konnte.

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