Festumzug zum Altmärkischen Heimatfest: 52 Bilder, gut eine Stunde Dauer am Sonntag

Stelzenläufer als Hingucker

„Sol“, also Sonne, ist einer der Hingucker der Stelzenlauf-Truppe „Dulce Compania“, die während des Festumzugs zum Altmärkischen Heimatfest am Sonntag ab 11 Uhr durch die Straßen Gardelegens laufen werden.

Gardelegen. Sie stellen die Symbole „Sol“ (Sonne), „Aqua“ (Wasser) und „Queen of Hearts“ (Königin der Herzen) dar. Und sie kommen aus Berlin.

Vor zehn Jahren gründete sich die „Dulce Compania“ in der Hauptstadt und bietet eigenen Angaben zufolge „extravagante Showinszenierungen jenseits des Mainstreams“. Am Sonntag, 23. Juni, ist diese Stelzenläufertruppe auch Bestandteil des Festumzugs während des Altmärkischen Heimatfestes. In mehreren Bildern und thematischen Kostümen werden die Stelzenläufer während dieses Umzugs mitlaufen, auch mal ins Publikum marschieren und ihre Krakenarme ausbreiten. „Ich bin mir sicher, dass das ein echter Hingucker wird“, sagt Anette Bernstein. Die Stadtverwaltungs-Mitarbeiterin ist zuständig für die Organisation des Festumzugs und freut sich schon auf die Darsteller aus Berlin, die auch bei diversen Großveranstaltungen für Aufsehen gesorgt haben. Die Stelzenfiguren sind bis zu 3,50 Meter hoch.

Herzstück des Festumzugs sind aber die altmärkischen Gruppen. Insgesamt 52 Bilder – mehr als noch vor einigen Wochen eingeplant – werden mitmarschieren. Also Tänzer, Sänger, Vereine, Gruppen und vieles mehr. Und zwar aus der gesamten Altmark – also auch aus dem hochwassergeplagten Landkreis Stendal. Bisher habe nur eine Gruppe wegen eben dieses Hochwassers seine Teilnahme am Festumzug abgesagt, erklärt Anette Bernstein. Nämlich die Stadtkapelle aus Salzwedel, von denen einige Mitglieder entweder selbst vom Hochwasser betroffen sind oder derzeit als Helfer im Einsatz sind.

477 Teilnehmer machen beim Umzug mit. Damit ist der Lindwurm um ein Achtfaches kleiner als jener beim Sachsen-Anhalt-Tag vor zwei Jahren in Gardelegen. Und: Er wird wohl nur gut eine Stunde dauern – beim Landesfest zog sich der damalige Festumzug über rund drei Stunden hin. Auch, weil die Route länger war.

Der Festumzug startet am Sonntag, 23. Juni, um 11 Uhr am Langförder Weg. Er verläuft dann stadteinwärts über die Stendaler Straße, die Philipp-Müller-Straße, die Kreuzung Wollbrandtseck, die Sandstraße bis zum Salzwedeler Tor. Dort ist das Ende des Umzugs. Im Gegensatz zum eigentlichen Festgebiet, für das an allen drei Tagen Eintritt erhoben wird, ist das Zuschauen beim Festumzug kostenlos.

Weil es in der Gardelegener Innenstadt keine Parkmöglichkeiten gibt und der offizielle Heimatfest-Parkplatz am Hopfentunnel (Gelände der ehemaligen Verwaltungsgemeinschaft Südliche Altmark an der Letzlinger Landstraße) ein paar hundert Meter vom Festgebiet entfernt liegt, empfiehlt sich am Sonntag eine rechtzeitige Anreise.

Von Stefan Schmidt

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