Förderverein freut sich über Interesse an Patenschaft für Gedenksteine in der Region

38 von 66 Steinen sind vergeben

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Zwischen Breitenfeld und Zichtau stehen am ländlichen Weg mehrere Gedenksteine, um die sich offenbar nicht gekümmert wird.

Gardelegen. Er ist weiterhin ganz begeistert. „Ich finde es großartig, wie viele Menschen sich bei uns melden. “ Das sagt Konrad Fuchs, der Vorsitzende des Gardelegener Gedenkstätten-Fördervereins.

Positives Beispiel: Dieser Gedenkstein vor dem Waldbad in Zichtau ist in einem gepflegten Zustand. 

Dieser Verein bemüht sich seit geraumer Zeit, möglichst viele der insgesamt 66 Gedenksteine, die den Todesmarsch der KZ-Häftlinge vom April 1945 nachempfinden sollen, in Patenschaften zu vergeben. Sogar ein Kinderheim habe sich kürzlich bei ihm gemeldet, erklärte Fuchs während der jüngsten Vorstandssitzung des Fördervereins, um einen Stein in Patenschaft zu übernehmen – verbunden ist damit auch die regelmäßige Pflege des Gedenksteins sowie der unmittelbaren Umgebung.

Innerhalb des Gardelegener Stadtgebietes sind praktisch alle Steine vergeben. In der Region außerhalb der Stadt gibt es noch Standorte, die keine Paten haben. Wie Vorstandsmitglied Paul Schmidt anmerkte, gebe es etwa sieben Standorte, die nicht oder nur unzureichend gepflegt werden. Beispielsweise die Gedenksteine am ländlichen Weg zwischen Breitenfeld und Zichtau. Bis auf eine Ausnahme, so erläuterte Konrad Fuchs, seien diese Steine nicht vergeben. Es pflege sie folglich auch niemand. Der Fördervereins-Vorsitzende wünscht sich, dass es weitere Interessenten für die Pflege der Steine gibt. Sie symbolisieren den Weg der Häftlinge beim Todesmarsch von den Bahnhöfen Mieste und Letzlingen bis zur Feldscheune Isenschnibbe, wo 1016 dieser Häftlinge am 13. April 1945 umgebracht wurden.

Aktuell befinden sich 38 der insgesamt 66 Gedenksteine in der Region Gardelegen in einer Patenschaft. Wer eine solche Patenschaft übernehmen will, der kann sich beim Vereinsvorsitzenden Konrad Fuchs unter der Telefonnummer (0 39 07) 77 99 88 melden.

Von Stefan Schmidt

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