Landesbaubetrieb will Bundesstraße zwischen Mieste und Miesterhorst nach Umgehungsstraßen-Bau herunterstufen

Statt B 188 nur noch Gemeindestraße?

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Die Bundesstraße 188 soll nach den Vorstellungen des Landesbaubetriebes zwischen Mieste und Miesterhorst zur Gemeindestraße zurückgestuft und darüber hinaus verengt werden.

Mieste / Miesterhorst. Die bisherige Bundesstraße 188 zwischen Mieste und Miesterhorst soll nach der Fertigstellung der Umgehungsstraße zwischen beiden Orten zurückgestuft werden. Und zwar zu einer Gemeindestraße.

Dann wäre die Stadt Gardelegen für eventuelle Reparaturarbeiten zuständig. Dagegen hat sich die Stadt bereits im Jahr 2012 gewehrt – und tut es erneut.

Im Detail: Die neue Umgehung soll nördlich der Miester ICE-Brücke beginnen und dann parallel nördlich der Eisenbahntrasse bis zur Miesterhorster ICE-Brücke verlaufen, wo sie am Abzweig nach Dannefeld wieder auf die ursprüngliche B 188 trifft. Der Bereich zwischen Miesterhorster ICE-Brücke und dem innerörtlichen Abzweig nach Rätzlingen soll zur Landesstraße zurückgestuft werden. Von dort bis hinter die Miester ICE-Brücke soll die jetzige B 188 aber nur noch Gemeindestraße sein – mit einem Rückbau und einer Verengung auf nur noch 5,50 Meter statt der bisherigen 6,90 Meter. Dass die Stadt diese Straße übernimmt, dagegen wehrt sie sich. Das war auch die einhellige Meinung im am Montagabend tagenden Bauausschuss.

Einer der Knackpunkte: Nicht nur die Fahrbahn, sondern auch die ICE-Brücke bei Mieste wäre dann kommunales Eigentum. Bei eventuellen Reparaturarbeiten müsste die Stadt die Kosten übernehmen. „Aber das könnten wir nie bezahlen“, empörte sich Bauausschuss-Vorsitzender Gustav Wienecke.

Und so beantworteten die Bauausschuss-Mitglieder die Frage von Bürgermeisterin Mandy Zepig („Wollen wir einknicken?“) mit einem klaren Nein.

Von Stefan Schmidt

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