Übergabe der neuen Schießbahn im Revierkommissariat Gardelegen für Landespolizei

Startschuss für Raumschießanlage

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Finanzminister André Schröder (v.l.) und Innenminister Holger Stahlknecht überreichten den symbolischen Schlüssel zur Übergabe der Raumschießanlage an den Abteilungsleiter der PD Nord, Tom-Oliver Langhans. 

Gardelegen. „Das ist der neueste Stand der Technik, die es so in Sachsen-Anhalt noch nicht gab“, sagte Sachsen-Anhalts Finanzminister André Schröder, „und dafür kann ich nun im wahrsten Sinne des Wortes den Startschuss geben."

Damit reichte er zur Übergabe der neuen Raumschießanlage auf dem Gelände des Revierkommissariates für die Landespolizei in Gardelegen den symbolischen Schlüssel an Sachsen-Anhalts Innenminister Holger Stahlknecht, der diesen zur Eröffnung am gestrigen Montagvormittag an den Abteilungsleiter der Polizeidirektion (PD) Nord, Tom-Oliver Langhans, übergab. „Unsere Polizisten müssen gut trainiert sein“, so Tom-Oliver Langhans, „und das können sie nun hier machen. “ Denn solche modernen Aus- und Weiterbildungsmöglichkeiten seien laut Holger Stahlknecht wichtig und stärken die Polizei.

In der Raumschießanlage, deren Baubeginn im Jahr 2016 erfolgte und die Anfang des Monats fertiggestellt wurde, trainieren zukünftig die Polizisten der Reviere des Altmarkkreises Salzwedel, des Landkreises Stendal und des Bördekreises sowie der zentrale Einsatzdienst.

Schießsportleiter Peter Friese zeigten den Politikern, wie in der neuen Anlage geschossen wird.

Und zwar diverse Einsatzszenarien, denn durch dimmbare LED-Beleuchtung und Störlicht im Bildbereich sowie durch einsetzbare Hindernisse und Deckungen auf der sechs Meter breiten und 25 Meter langen Schießbahn, bei der ausschließlich mit Polizeitrainingsmunition geschossen wird, kann jederzeit Einfluss auf die Trainingssituation genommen werden. Die abgegebenen Schüsse werden von einer sensitiven Kamera erfasst, eventuelle Fehlschüsse werden auf einer Farbpunktanzeige abgebildet. Während des Trainings sind die Polizisten durch umfangreiche Sicherheitsmaßnahmen, wie beispielsweise eine Belüftungsanlage, die pro Stunde 18 000 Kubikmeter Luft zirkulieren lässt, sowie Türsicherungen, rückprallsichere Wand- und Deckenverkleidungen und Fußböden, geschützt.

Die Minister ließen sich von Polizeihauptkommissar Jens Isensee verschiedene Ausrüstung zeigen.

Die Minister André Schröder und Holger Stahlknecht sowie weitere Politiker ließen sich in der neu errichteten Anlage verschiedene Ausrüstungen wie Schutzwesten, Helme und Waffen, die sowohl im Training als auch bei Einsätzen genutzt werden, von Polizeihauptkommissar und Chef des Stabsbereich für Aus- und Fortbildung der PD Nord, Jens Isensee, zeigen. Bevor es anschließend in die Schießbahn ging und nach der Besichtigung der erste Schuss in der neuen Raumschießanlage, deren Investition 1,5 Millionen Euro kostete, fiel.

Von Ina Tschakyrow

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