1. az-online.de
  2. Altmark
  3. Gardelegen

Gardelegens Karl-Marx-Sekundarschule setzt optisches Zeichen für den Frieden

Erstellt: Aktualisiert:

Von: Stefan Schmidt

Kommentare

Friedenszeichen aus Menschen
Das Friedenssymbol auf dem Schulhof. © Stefan Schmidt

400 Schüler und Lehrer der Gardelegener Karl-Marx-Sekundarschule setzten ein Zeichen.

Gardelegen – Die Idee ist etwas mehr als eine Woche alt. Im Unterricht sprach Nando Lierath, Geschichtslehrer an der Karl-Marx-Sekundarschule in Gardelegen, mit seiner Klasse über den wenige Tage zuvor begonnenen Krieg in der Ukraine.

Im Verlauf der Diskussion kam der Vorschlag, als Zeichen des Friedens das internationale Friedenssymbol auf dem Schulhof darzustellen. Und so versammelten sich am Freitagvormittag rund 400 Schüler und Lehrkräfte auf dem Schulhof der Einrichtung an der OdF-Straße, um das Friedenzeichen mit ihren eigenen Körpern darzustellen. Schulsozialarbeiterin Christin Schulze hatte mit Schulsozialarbeits-Praktikantin Saskia Friese zuvor auf dem Pflaster die einzelnen Schulklassen eingezeichnet, sodass jeder wusste, wo er zu stehen hat. Mit einem Mikrofon ausgestattet, dirigierte Christin Schulze aus einem Fenster im zweiten Stock des Schulgebäudes die Sekundarschüler von oben. Innerhalb von wenigen Minuten war das Friedenssymbol dann sichtbar und wurde mittels einer über dem Schulgelände schwebenden Drohne aufgenommen. Dieses Motiv steht ab sofort auf der Schul-Internetseite und kann auch von den Schülerinnen und Schülern versendet werden. Dazu gibt es ein Motiv, das im Inneren des Schulgebäudes aufgehängt werden soll.

Am Montag hatte das Lehrerkollegium getagt und Schulleiterin Solveig Lamontain befürwortete, wie das gesamte Kollegium, die von den Schülern initiierte Aktion. Zumal der Ukraine-Konflikt, wie sie berichtete, sehr wohl Thema in der Schule und im Unterricht sei. Nicht nur, aber auch im Geschichts- und Sozialkundeunterricht. Vom Landesschulamt gibt es mittlerweile einen Leitfaden, wie sich Lehrkräfte beim Thema Ukraine-Krieg möglichst verhalten sollten. „Bei Bedarf sprechen wir natürlich in den Klassen darüber“, fasst Solveig Lamontain das Verhalten der Lehrerinnen und Lehrer zusammen. Man verhalte sich aber möglichst neutral.

Auch interessant

Kommentare