Wannefelds Ortschaftsrat bestückt Investitionsliste und verteilt Brauchtumsmittel

„Stadt muss in die Puschen kommen“

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Die Feldsteinmauer am alten Friedhof in Wannefeld wurde vor kurzem frei geschnitten. Nun sind noch einige Ausbesserungsarbeiten notwendig, um sie in altem Glanz erstrahlen zu lassen.

Wannefeld. Nachdem sie von Strauchwerk und Unkraut befreit wurde, kommt sie wieder schön zur Geltung – die alte Friedhofsmauer aus Feldsteinen gegenüber dem Feuerwehrgerätehaus in Wannefeld.

Allerdings müsste sie in Ordnung, sprich an einigen Stellen ausgebessert werden, um sie für künftige Generationen zu erhalten. „Sie ist dann auch wieder ein schöner Begleitweg zum Dorfgemeinschaftshaus“, erklärte Ortsbürgermeister Gustav Wienecke. Und aus diesem Grund fand diese Maßnahme nun ihren Platz auf der Investitionsliste für das kommende Jahr, über die die Ortsräte vor kurzem berieten.

Ganz oben auf dem Papier stehen allerdings zwei andere Wünsche, die den Dorfplatz und das dortige Denkmal für die Gefallenen des I. Weltkrieges betreffen. Die Sanierung des Kriegerdenkmals hatte die Ortschaft bereits in den Eingemeindungsvertrag festschreiben lassen und gehofft, dass sie bis zum 100. Jahrestag des Kriegsausbruchs erledigt ist. Doch passiert ist bisher nichts, bedauert Wienecke. „Die Stadt muss jetzt mal in die Puschen kommen.“ Das gilt auch für die Gestaltung des Dorfplatzes im allgemeinen, auf dem in diesem Jahr zwar Bäume gefällt wurden, aber ansonsten nicht viel passiert ist. Für die Gestaltung würde sich der Ortschaftsrat dort auch noch ein oder zwei kleine Spielgeräte wünschen, auch wenn es einen Spielplatz am Dorfgemeinschaftshaus gibt. Denn allein um den Dorfplatz herum wohnen acht Kinder im Krippen-, Kindergarten- und Grundschulalter.

Was ebenfalls noch nicht abgearbeitet wurde und deshalb wieder Eingang auf die Investitionsliste fand, ist die Reparatur des Verbindungsweges von Wannefeld nach Polvitz. An zahlreichen Stellen haben die Wurzeln der angrenzenden Bäume den Bitumenweg angehoben. Es gibt auch Löcher, die aufgefüllt werden müssen. Das gilt auch für die beiden Radwege von Wannefeld – einmal nach Roxförde und einmal nach Letzlingen. Allerdings ist für den in Richtung Letzlingen der Kreis verantwortlich. Deshalb soll die Reparatur dort über das Bauamt beantragt werden.

Ebenfalls fehlt immer noch die schon beantragte Straßenbeleuchtung an der sogenannten Kappstraße zum dortigen bebauten Grundstück. Und auch am Dorfgemeinschaftshaus sind einige Arbeiten notwendig. Eine Wärmedämmung wäre wünschenswert und schön eine malermäßige Sanierung der Fassade. Auch die beiden seitlichen Türen müssten erneuert werden, zählt Gustav Wienecke für den Treffpunkt des Dorfes auf.

Ein Treffpunkt für alle Bewohner ist auch immer das Dorffest, das alle zwei Jahre gefeiert wird und für das einige Brauchtumsmittel angespart werden. Das müsse auch in Zukunft möglich sein, fordert der Ortsbürgermeister angesichts der aktuellen Debatte über die Brauchtumsmittel. Denn ansonsten könne ein kleines Dorf wie Wannefeld so ein Fest für seine Einwohner nicht mehr ausrichten. Deshalb werde er auch wieder beantragen, angespartes Geld wieder ins Folgejahr mitnehmen zu können, kündigte er an. 900 Euro wurden vom Ortschaftsrat bei ihrer jüngsten Zusammenkunft aber erst einmal an die Gruppen im Dorf verteilt. Jeweils 300 Euro erhalten die Feuerwehr, die Altmärker Landfrauen, die die Seniorentreffs ausrichten, und die Theatergruppe, die auch in diesem Jahr wieder zum Weihnachtsmärchen ins Dorfgemeinschaftshaus einlädt, und zwar am zweiten Advent, 4. Dezember.

Von Elke Weisbach

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