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Stadt Gardelegen will Energieausgaben überprüfen

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Von: Stefan Schmidt

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Gardelegener Innenstadt mit beleuchtetem Rathausturm
In den Stadtfarben leuchtet der Gardelegener Rathausturm nach Einbruch der Dunkelheit seit einigen Jahren. Ob das so bleibt, soll überprüft werden. © Ina Tschakyrow

Auch die Hansestadt Gardelegen hat mit Blick in Richtung der kalten Jahreszeit ein wachsames Auge auf die Energiepreise. Es wird überprüft, wo gespart werden kann.

Gardelegen - Abends, wenn es dunkel wird, leuchtet die Spitze des Gardelegener Rathausturms. Dort sind die Stadtfarben Rot und Grün zu erkennen. Diese Illumination gibt es seit mehreren Jahren als zusätzlichen Anreiz für die Attraktivität der Gardelegener Innenstadt.

Aber ist eine solche Beleuchtung angesichts steigender Energiepreise noch zeitgemäß? „Genau das“, so sagt Maik Machalz, „werden wir demnächst überprüfen“. Und nicht nur das. Gardelegens Kämmerer hat berufsbedingt ein wachsames Auge auf die Ausgaben der Kommune. Und da ist es absehbar, dass die Ausgaben für Energieversorgung in den kommenden Monaten steigen werden – vor allem, wenn es dunkler und kälter wird.

„Wir werden uns demnächst im Rathaus zusammensetzen und überprüfen, wo eventuell Energie eingespart werden kann“, sagt der Kämmerer. Manche Schreckensszenarien, wonach das warme Wasser abgestellt und Heizungen heruntergefahren werden, schließt Maik Machalz aus. „Manchmal hilft da einfach der gesunde Menschenverstand“, sagt er. Soll heißen: Bei Rentner-Weihnachtsfeiern zum Ende des Jahres muss das Dorfgemeinschaftshaus nicht schon drei Tage vorher beheizt werden, damit es zur Veranstaltung dann kuschelig-warm ist.

Klar ist laut Machalz: In den kommunalen Kitas und Schulen wird es auch weiterhin warmes Wasser geben, die Duschen in den Sporthallen sollen ebenso wenig abgestellt werden, wie das Wasser aus den drei städtischen Freibädern gelassen werden – die ohnehin im September ihre Pforten schließen werden. Ein energieschluckendes Hallenbad hat Gardelegen erst gar nicht. Und selbst wenn in Dorfgemeinschaftshäusern die Heizung später als bisher aufgedreht wird, sei der Einspareffekt eher gering, so der Kämmerer. „Da verbrauchen wir in Kitas und Schulen viel mehr Energie“, ohne dass dort signifikant gespart werden könne.

Für Maik Machalz steht aber fest: Bei der Energiesparrunde im Rathaus „werden wir uns alle Haushaltsposten und Gebäude anschauen, da wird es keine Ausnahmen geben“. Von der Straßenbeleuchtung über die Dauer der Beheizung in Gebäuden bis hin zur rot-grünen Licht-Illumination auf dem Rathausturm.

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