Kreis als Genehmigungsbehörde lehnt Antrag ab

Stadt Gardelegen: Keine 30 km/h auf der Sandstraße

In Höhe der Bushaltestelle auf der Sandstraße in Gardelegen wird es keine Geschwindigkeitsbeschränkung auf 30 km/h geben. Das hat der Kreis als Genehmigungsbehörde so entschieden.
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In Höhe der Bushaltestelle auf der Sandstraße in Gardelegen wird es keine Geschwindigkeitsbeschränkung auf 30 km/h geben. Das hat der Kreis als Genehmigungsbehörde so entschieden.
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Gardelegen – Auf der Sandstraße in Gardelegen wird es auf Höhe der Goethe-Grundschule keine Geschwindigkeitsbeschränkung auf 30 km/h geben. Das teilte Gardelegens Bürgermeisterin Mandy Zepig den Mitgliedern des städtischen Hauptausschusses am Dienstagabend mit.

Vorausgegangen war ein Schreiben des Altmarkkreises Salzwedel, der die Genehmigungsbehörde für eine solche Maßnahme ist.

Darin bezieht sich Kreis-Ordnungsamtsleiter Hans Thiele auf einen Vor-Ort-Termin, der bereits am 31. Januar an der Sandstraße stattgefunden hatte. „Es wurde gemeinsam festgestellt“, schreibt er nun mit Datum 10. Mai der Stadt, „dass die Voraussetzungen für die verkehrsrechtliche Anordnung einer Geschwindigkeitsbeschränkung nicht gegeben sind.“ Seinerzeit gab es vor allem zwei Punkte, die gegen ein 30-km/h-Schild sprachen: Es gibt vor der Goethe-Grundschule eine Fußgänger-Bedarfsampel, so dass die Schüler grundsätzlich gefahrlos die Sandstraße überqueren können. Und: Das Schulgebäude selbst und der Schulhof befinden sich – anders als bei anderen Schulen – nicht direkt an der Straße, sondern quasi in zweiter Reihe. Die Grundschüler müssen nämlich erst durch ein Hoftor gehen, um zur Schule bzw. zur Sandstraße zu gelangen. Bezogen auf den Termin Ende Januar, schreibt Hans Thiele an die Stadt: „Den dort aufgeführten Ergebnissen ist nichts hinzuzufügen.“ Deshalb sei „eine erneute Prüfung des Antrages nicht erforderlich.“

Für eine Beschränkung auf 30 Stundenkilometer hatten sich die Stadtratsfraktion der Linken und die Gemischte Fraktion ausgesprochen. Die Geschwindigkeitsreduzierung sei eine „angemessene Maßnahme zur Gefahrenabwehr“, heißt es im Februar als Begründung.

Die Bushaltestelle an der Sandstraße benutzen nach Angaben der Stadt 85 Schüler der Goethe-Grundschule sowie 22 Mädchen und Jungen der Evangelischen Grundschule und dazu noch sieben Reutter-Grundschüler.

VON STEFAN SCHMIDT

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