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Stadt Gardelegen für Stromausfall vorbereitet

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Von: Ina Tschakyrow

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Eingang Feuerwehrgerätehaus
Wenn der Strom flächendeckend ausfällt, sind die Gerätehäuser besetzt, in die sich Bürger begeben können. © Lea Weisbach

Was passiert, wenn es einen flächendeckenden Stromausfall gibt? Darauf bereiten sich derzeit die Kommunen vor. Auch die Stadt Gardelegen hat Vorbereitungen getroffen.

Gardelegen – „Die Hansestadt Gardelegen ist auf einen flächendeckenden Stromausfall vorbereitet“, teilt die Stadtverwaltung mit. Ab einem flächendeckenden Stromausfall von mehr als 60 Minuten sind die örtlichen Feuerwehrgerätehäuser mit ausgebildeten Kameradinnen und Kameraden besetzt. Dort können Einwohner hingehen, um weitergehende Informationen einzuholen oder, wenn notwendig, beispielsweise Rettungsdienst oder Polizei anzufordern. Wie Stadtwehrleiter Sven Rasch erklärt, funktioniert bei einem Stromausfall auch das Festnetztelefon nicht. Somit können Bürger keine Notrufe abgeben. „Für eine Weile geht das noch mit dem Handy“, so der Stadtwehrleiter weiter, aber nach etwa vier bis fünf Stunden können auch keine Notrufe über das Handy getätigt werden. Deswegen sind die Feuerwehrgerätehäuser „Anlaufpunkte für Notrufe“ oder um Informationen zu erhalten, wie die derzeitige Lage ist, wie lange der Strom wegbleibt, zählt Sven Rasch einige Beispiele auf. Einige der Gerätehäuser in der Einheitsgemeinde haben Notstromaggregate. Im Notfall können Fahrzeuge vorgefahren werden, die beispielsweise über einen Lichtmast Licht erzeugen können. In den Fahrzeugen sind zudem Funkgeräte verbaut, die über die Batterie der Fahrzeuge mit Strom versorgt werden.

Sven Rasch verdeutlicht, dass es nicht möglich sein wird, in den Feuerwehrgerätehäusern beispielsweise Mahlzeiten anzubieten. „Die Gulaschkanone schmeißen wir nicht an“, so der Stadtwehrleiter.

„Im Fall eines flächendeckenden Stromausfalles ist die persönliche Vorsorgeplanung das A und O. Es ist zwingend erforderlich, dass jeder Bürger der Hansestadt Gardelegen für sich persönlich ein Netz aus Familie, Freunden und Nachbarn knüpft, um beheizbare Aufenthaltsmöglichkeiten nutzen zu können, und über ausreichend Nahrungsmittelvorrat verfügt“, informiert dazu Bürgermeisterin Mandy Schumacher und konkretisiert damit eine Aussage von Landrat Steve Kanitz, der in der Kreistagssitzung Ende September auf die Zuständigkeit der Kommunen im Fall eines flächendeckenden Stromausfalls verwiesen hatte. „Wir sind gut vorbereitet, aber nur in dem Maß, wie wir es in dieser Situation leisten können“, sagt Mandy Schumacher. Dazu gehört zum Beispiel, wenn möglich, die Einrichtung eines Bürgertelefons, Veröffentlichung aktueller Informationen auf der städtischen Homepage und weitere Maßnahmen.

Mit den Versorgern auf dem Gebiet der Einheitsgemeinde steht die Stadtverwaltung, deren Arbeits- und Leistungsfähigkeit bei Stromausfall sichergestellt ist, in stetem Austausch, um im Krisenfall die Herausforderungen zu meistern.

Die Stadtverwaltung verweist zudem auf einen Ratgeber des Bundesamtes für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe, der auf der Internetseite der Behörde einsehbar ist.

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