Heintje Demuth hat in seiner Wohnung in Jävenitz eine Modelleisenbahn über vier Räume gebaut

Detailverliebt in der Wohnung: Modelleisenbahn über vier Räume gebaut

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Heintje Demuth (mit Kappe) hat in seiner Wohnung in Jävenitz eine Modelleisenbahn über vier Räume gebaut. Die Kinder der Freizeitoase aus Gardelegen staunten über seine Liebe zum Detail.

Jävenitz. „Moment mal, ich zeige euch was.“ Heintje Demuth stellt sich an den Rand seiner Anlage. Die Kinder der Gardelegener Freizeitoase schauen gespannt. Dann drückt Demuth in seinem Wohnzimmer auf einen Knopf – und schwupps, kippt ein Baum um. Gefällt von der Axt eines Waldarbeiters.

Seit acht Jahren wird die Anlage stetig erweitert. Hinten rechts die Freiheitsstatue in New York.

Dies ist nur eines von vielen liebevollen Details, die Heintje Demuth in die Modelleisenbahn, die quer durch seine Wohnung verläuft, eingebaut hat. Über vier Räume – unter anderem durch Wohnzimmer, Schlafkammer und Küche – verläuft die Anlage, auf der bis zu vier Züge gleichzeitig fahren können. Woanders steht ein „Wackelwagen“ mit davor befindlicher Liebesdame in leicht freizügiger Pose – auch das gehört zu Jävenitz und seiner Umgebung. Etwas weiter hinten stellt ein Postbote gerade ein Paket zu, während ihn Nachbars Hund anfällt und zuschnappt. Und: Mitten im Dorf hat Heintje Demuth ein Storchennest aufgebaut. Während sie den Nachwuchs hütet, fliegt der Storchenvater, elektrisch betrieben, im Kreis um seinen Horst. Direkt darunter eine Hühnerfarm mit freilaufenden Tieren. Auch hier genügt ein Knopfdruck und die pickenden Gesellen laufen über die Wiese.

Seit acht Jahren baut das Jävenitzer Original diese Eisenbahnlandschaft. Und hat sich auch selbst verewigt. Heintje Demuth, der „Manolo“ vom Heide-Sportpark des örtlichen Fußballvereins, hat nicht nur Fußballplatz samt Tribüne und Werbebanden nachgebaut. Er hockt auch höchstselbst seitlich hinter dem Tor und drischt auf seine Trommel ein – so wie bei jedem Heimspiel des SV Heide Jävenitz.

Die Durchbrüche durch die Wände hat Heintje Demut eigenhändig mit dem Stemmeisen bewerkstelligt. „Einmal gab es etwas Ärger“, erinnert er sich. Da fing er frühmorgens an zu stemmen – direkt unter ihm wohnte aber eine Familie, die zuvor Nachtschicht hatte und vom Lärm wach wurde. „Ich hatte das doch glatt vergessen“, entschuldigte sich der Hobby-Handwerker sogleich.

Von Stefan Schmidt

Mit Liebe zum Detail: Modelleisenbahn über vier Räume gebaut

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