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Sportministerin Dr. Tamara Zieschang sprach mit SSV 80 Gardelegen über Energiekosten

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Von: Ina Tschakyrow

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Kinder
Von den Kindern erhielt Dr. Tamara Zieschang (rechts), Ministerin für Inneres und Sport des Landes Sachsen-Anhalt, einen Fußball, der von den Kindern des SSV Gardelegen signiert war. © Ina Tschakyrow

Die Energiekosten steigen. Betroffen ist auch der SSV 80 Gardelegen, der darüber mit Sportministerin Dr. Tamara Zieschang sprach. Laut ihr werde es aber vom Land keine finanzielle Unterstützung für Sportvereine geben.

Gardelegen – Mit einem dreifachen „Zickezacke SSV“ begrüßten die Kinder Dr. Tamara Zieschang, Ministerin für Inneres und Sport des Landes Sachsen-Anhalt, die sich das Fußballtraining der Kinder des SSV 80 Gardelegen am Mittwochnachmittag in der Sporthalle ansah. In den Sommermonaten findet das Fußballtraining zweimal pro Woche auf dem Fußballplatz statt, in der Sporthalle an der Schillerstraße trainieren die etwa 200 Kinder und Jugendlichen in neun Mannschaften im Alter von sechs bis 18 Jahren in den Wintermonaten einmal pro Woche. Die Halle muss beheizt werden, die Kinder duschen nach dem Training. Die Gas- und Strompreise sind gestiegen. Was bedeutet das für den Verein?

Betriebskosten für Kinder- und Jugendtraining übernimmt Stadt

Für die Sporthalle müsse der SSV 80 Gardelegen für das Training mit Kindern und Jugendlichen zwar keine Betriebskosten bezahlen, diese übernimmt die Stadt. Aber die Kosten beispielsweise für das Flutlicht auf dem Sportplatz „Rieselwiese“, das Wasser zum Duschen, die Kabinenheizung, „das sind alles Kosten, die auflaufen“, sagte Vereinsmitglied Jens Bombach, der viele Jahre Vereinsvorsitzender war.

Steigende Kosten

„Wir haben steigende Kosten“, verdeutlichte er. Jens Bombach erklärte, dass es von der Stadt eine Pauschale für die Energiekosten gibt, aber „weil die Kosten steigen, wird die Pauschale nicht ausreichen“. In den vergangenen Jahren konnten mit dieser Pauschale die Kosten immer gedeckt werden, erzählte Jens Bombach. Der Abschlag für die Gas- und Stromkosten habe sich laut des Vereinsmitgliedes bereits um 100 Euro erhöht.

Jens Bombach fragte Tamara Zieschang, ob es vom Land eine finanzielle Unterstützung für die Energiekosten gibt. Er ergänzte, dass die Bundesregierung für Sportvereine einen Rettungsschirm für Energiekosten beschlossen habe. „Ist auch etwas vom Land geplant?“, so Jens Bombach.

Derzeit keine finanzielle Hilfe vom Land geplant

„Derzeit nicht“, lautete die Antwort der Ministerin. Momentan befinde sich der Landtag aber noch in der Haushaltsplanung für nächstes Jahr. Die Ministerin erklärte zudem, dass jeder Sportverein anders betroffen ist. Ein Tennisverein beispielsweise eher nicht, weil dieser Sport vor allem im Sommer draußen auf dem Tennisplatz stattfindet. Auch wäre ein Verein mit Kanusport nicht betroffen, da dieser auch nur im Sommer trainiere, so Tamara Zieschang. Es seien eher die Sportvereine betroffen, die Hallen nutzen. Zudem übernehmen hier auch oft die Kommunen Kosten, fuhr die Ministerin fort, deswegen stelle sich die Frage, wie es jeweils „vor Ort geregelt“ ist. Es müsse zudem gesehen werden, ergänzte Tamara Zieschang, wie die Entlastungspakete des Bundes wirken, die auch von den Bundesländern mitfinanziert werden, merkte sie an.

Dennoch verdeutlichte sie, dass es derzeit keine Pauschale „wegen der unterschiedlichen Betroffenheit“ für die Sportvereine für ihre Energiekosten geben wird. Dennoch wolle sie „nichts ausschließen“ und weiter: „Wir müssen abwarten“.

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