„Es stank fürchterlich“

Spaziergänger entdeckt Bunker mit illegalen Tierkadavern im Wald

+
Nach Angaben des Spaziergängers wurden die Tierkadaver mit Asche und Kohlenstücken verdeckt. Die letzte Kadaverlieferung sei nur wenige Tage alt.

mz Ziepel. Während eines Spaziergangs in einem Waldstück nahe der Ortschaft Ziepel entdeckte am Sonntag ein Hobbyfotograf aus Ackendorf zwischen 14 und 15 Uhr einen alten Bunker, der mit Tierkadavern überfüllt war.

„Ich wollte an dem Tag zwischen Ipse und Ziepel Fotos von Kranichen machen und bin auf den Bunker gestoßen. Es stank fürchterlich nach verwesenen Tierkadavern“, berichtet der Ackendorfer. Nach Angaben des Mannes seien die Reste von Rehwild, Schwarzwild, Schafe und Ziegen sowie Muffelwild, eventuell aber auch von anderen Tiere“, zu erkennen. Zudem seien über den Tierkadavern Asche und Kohlerückstände zu sehen, „damit versuchte man, die letzte ‘Ladung’ Gedärme und Ähnliches abzudecken“, so der Mann. Nach Schätzung des Mannes seien die Kadaver nur wenige Tage alt. Der Hobbyfotograf informierte daraufhin das Veterinärmat in Salzwedel. Laut Birgit Eurich, Pressesprecherin des Altmarkreises Salzwedel, sei mittlerweile auch die Jagdbehörde informiert. Gemeinsam mit der Kreisveterinäramtsleiterin Elke Filter werde man versuchen, den Eigentümer oder Pächter ausfindig zu machen. Weitere Informationen können laut Eurich derzeit nicht gegeben werden, da die Ermittlungen noch laufen. Was mit den Tierkadavern passiert, wer sie entsorgt und was die Behörde gegen die Täter unternimmt, bleibt vorerst offen.

Von Marilena Berlan

Bunker voller Tierkadaver gefunden

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare