Kaffeeklatsch im Gardelegener Schützenhaus mit Radiolegende Siegfried Trzoß

„Sogar mein alter Kaktus sprießt“

+
„Leb´ dein Leben“, forderte Siegfried Trzoß am gestrigen Nachmittag beim Gang durch die Zuschauerreihen im Gardelegener Schützenhaus.

sts Gardelegen. Er ist seit mehr als 50 Jahren „auf Sendung. “ Siegfried „Siggi“ Trzoß war am gestrigen Nachmittag erstmals Gast beim Gardelegener Kaffeeklatsch. Und erzählte im gut besetzten Schützenhaus aus seinem aufregenden Leben.

Angefangen hatte alles 1963 zu Pfingsten mit „Sterne am Schlagerhimmel“ im Berliner Rundfunk. 

Seit 2002 moderiert er im Berliner Bürgerradio alex-berlin die Sendereihe „Kofferradio“. Er konzentriere sich auf „deutsches Liedgut“, vor allem aus der einstigen DDR, plauderte Trzoß auf dem Sofa mit Kaffeeklatsch-Moderator Hans-Joachim Stiegler. Und dass er „dieses sch. . . Denglisch“ verabscheue, also dass immer mehr englische Wörter benutzt werden. Kurz danach warb Trzoß für seine Facebook-Seite und den Livestream seiner Radiosendung.

Trzoß ist vor allem für Stimmungsmusik zuständig. Und so forderte er die Besucher zum Mitsingen bei Schlagern wie „Leb´ das Leben“, „Steck den Kopf nicht in den Sand“ mit der Liedzeile „Die Kuh auf der Wiese, die macht immer mehr Miese“ , „Kleiner Bär aus Berlin“ sowie „Täglich ein paar nette Worte“ auf. „Ein Lächeln kostet weniger als elektrisches Licht“, munterte er die Besucher auf. Und sang weiter seine selbstkomponierten Lieder wie „Die Schnulze von Fräulein Schulze“, in dem er gesanglich bekannte: „Sogar mein alter Kaktus sprießt.“

Siegfried Trzoß war in seinem Leben Buchdrucker, Leiter eines Kinderheimes und sogar für drei Jahre Bürgermeister von Dahlwitz-Hoppegarten östlich von Berlin. Über sein und Stieglers eher schütteres Haupthaar kalauerte er: „Jedes fehlende Haar war eine fröhliche Nacht.“

Neben Trzoß und dem Duo „Na und“ sang auch Maria Hellge. Die Gardelegenerin entführte die Besucher in die heile Schlagerwelt der 1950er Jahre mit Gassenhauern wie „Marina“, „Arrivederci Roma“ und „Schwarzer Zigeuner“.

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare