Knöllchen mit QR-Code

Ab sofort verteilt die Stadt Gardelegen Online-Strafzettel

Die neuen Knöllchen, die von der Gardelegener Verwaltung verteilt werden, sind jetzt mit einem QR-Code und einer Internetadresse ausgestattet. Mit dem Smartphone kann der QR-Code gescannt werden, sodass sofort ersichtlich ist, wann, wo und wieso es den Strafzettel gab.
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Die neuen Knöllchen, die von der Gardelegener Verwaltung verteilt werden, sind jetzt mit einem QR-Code und einer Internetadresse ausgestattet. Mit dem Smartphone kann der QR-Code gescannt werden, sodass sofort ersichtlich ist, wann, wo und wieso es den Strafzettel gab.

Gardelegen – Strafzettel 2. 0 ist jetzt das Motto bei der Gardelegener Stadtverwaltung, die bei der Überwachung des ruhenden Verkehrs damit moderne Wege geht.

Denn ab sofort wird an Fahrzeugen, anstelle des bisherigen roten Knöllchens, ein Zettel mit QR-Code und der Angabe des Online-Portals hinterlegt.

Der Hintergrund: Die Außendienstmitarbeiter der Verwaltung sind nun mit Smartphone statt mit Fotoapparat unterwegs und geben Verstöße mit allen erforderlichen Angaben inklusive der Fotos direkt in die Mobil-Version ihres Ordnungswidrigkeiten-Programms ein. Damit sei weniger Nachbearbeitung im Innendienst notwendig, teilt die Stadt mit.

Der Fahrer findet an seiner Fahrzeugscheibe nun den Hinweiszettel mit dem QR-Code zum direkten Scannen per Smartphone und alternativ auch die Angabe der Website www.knoellchen-info.de/523 mit einer Kennung. Er kann die ihm zur Last gelegte Ordnungswidrigkeit direkt einsehen – und bei Einverständnis innerhalb einer Woche bezahlen. In diesem Fall erfolgt dann kein schriftliches Verwarngeldangebot an den Fahrzeughalter.

„Durch die direkte Erfassung aller Details vor Ort haben wir mehr Klarheit über den Vorgang. Es wird Arbeitszeit im Innendienst gespart, sodass Kapazitäten frei werden, die wir in anderen Bereichen des Außendienstes benötigen“, sagt Florian Kauer, Fachdienstleiter des Fachbereiches Sicherheit und Ordnung. Im Idealfall werde bei sofortiger Bezahlung des Verwarngeldes weiterer Verwaltungsaufwand und auch eine Menge Papier gespart, betont Florian Kauer. Für den Bürger habe das neue Verfahren ebenfalls den Vorteil, dass der Fahrer eines Pkw das Verwarngeld gleich bezahlen kann, ohne dass erst ein Schreiben mit allen notwendigen Angaben an den Halter gehen muss.

Wer die moderne Online-Funktion nicht nutzen möchte, wartet einfach ab, bis die schriftliche Verwarnung mit Anhörung per Post dem Fahrzeughalter zugesandt wird – so, wie das bisher auch der Fall war.

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