Carolin Scharenberg und Matthias Lüttkemüller sind die neuen Regionalbereichsbeamten

Sie sind die Polizei vor Ort

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Carolin Scharenberg und Matthias Lütkemüller sind die neuen Regionalbereichsbeamten und als Ansprechpartner vor Ort für die Bürger der Einheitsgemeinde Oebisfelde-Weferlingen unterwegs.

Oebisfelde. Seit September sind Carolin Scharenberg und Matthias Lütkemüller als Regionalbereichsbeamte in der Einheitsgemeinde Oebisfelde-Weferlingen in Sachen Ordnung und Sicherheit tätig und damit für die Bürger die ersten Ansprechpartner vor Ort.

Jeden Tag sind die 36-jährige Polizeihauptmeisterin und der 42-jährige Polizeioberkommissar auf den Straßen der Gemeinden unterwegs, um mit den Leuten ins Gespräch zu kommen. Außerdem besteht seit November immer dienstags die Möglichkeit, bei Problemen ins Oebisfelder Rathaus zu kommen. Dort haben Carolin Scharenberg und Matthias Lütkemüller von 15 bis 17 Uhr eine Sprechstunde eingerichtet. Ansonsten sind die beiden über Tel. (03 90 61) 9 88 49 14 (bei Nichtanwesenheit erfolgt die Umstellung auf das Diensthandy) zu erreichen.

Die regelmäßige Präsenz der Regionalbereichsbeamten hat sich schon ausgezahlt. In vielen der 24 Orte sind die beiden Polizisten keine Unbekannten mehr. „In den Gemeinden, wo die Bürger die Polizei in den vergangenen zehn Jahren nur im Auto haben vorbeifahren sehen, sind wir nun zu Fuß unterwegs. Aus dem Fahrzeug steigen, auch wenn in dem Ort mal nichts passiert ist, und Kontakt zu den Einwohnern suchen, das ist unsere Aufgabe. Und so manches Mal bekommen wir zu hören: Da kommt die Polizei. Mit denen kann man sogar reden“, berichtet Lütkemüller.

Und der Beamte hat noch ein anderes Beispiel parat: „Die meisten Eltern, die ihre Kinder morgens zur Schule bringen, können nicht auf dem Parkplatz halten und die paar Meter zu Fuß gehen, sondern möchten am liebsten mit dem Auto bis vor den Klassenraum fahren. Sind wir vor Ort, verhalten sie sich akkurat. Das müsste eigentlich immer so sein und das versuchen wir ihnen dann auch zu vermitteln.“

Das Aufgabengebiet, das die beiden beackern müssen, ist vielfältig. Die Palette reicht unter anderem von Nachbarschaftsstreitigkeiten, Verkehrssünden und Ruhestörungen jeglicher Art, Geschwindigkeitskontrollen bis hin zu Vorträgen bei Senioren, Vereinen und Organisationen über ihre Tätigkeit sowie Präventionsarbeit bei Verkehrserziehungsprojekten in Kindertagesstätten und Schulen. „Vor kurzem haben wir bei einer Kontrolle des Straßenzustandes festgestellt, dass die Straße durch Mais- und Rübenhäcksel verunreinigt ist. Wir haben uns daraufhin mit dem Verursacher in Verbindung gesetzt und ihn gebeten, den Missstand regelmäßig zu beseitigen und nicht erst zum Feierabend“, informiert Scharenberg.

Ganz wichtig ist aber auch die Aufklärung. „Bei vielen Einwohnern stellen wir ein Informationsdefizit fest. Sie wissen meistens nicht, warum, wieso oder weshalb bestimmte Anordnungen getroffen und Regeln aufgestellt worden sind. Dann sind wir gefragt und klären auf“, berichtet Matthias Lütkemüller. Können die beiden Polizisten mal nicht helfen, leiten sie das Problem entweder an dafür kompetente Stellen weiter oder geben dem Hilfesuchenden die entsprechenden Kontaktdaten, damit sie selber aktiv werden können.

Die beiden Regionalbereichsbeamten verstehen sich als Ratgeber und Ansprechpartner für die Bürger, aber auch als Bindeglied zwischen Polizei und Gemeinde. Dabei können sie sich in Oebisfelde-Weferlingen über die Hilfe und Unterstützung durch die Verwaltung nicht beklagen. „Die Zusammenarbeit mit dem Ordnungsamt klappt wunderbar, es ist ein gutes Miteinander“, so Lütkemüller.

Ihre neue Arbeit macht viel Spaß und ist abwechslungsreich. Doch mussten beide erst in ihre neuen Aufgaben hineinwachsen. Carolin Scharenberg war früher im Revier Haldensleben als Schutzpolizistin im Streifendienst tätig. Lütkemüller arbeitete im Einsatzdienst, bei der Bundesautobahnpolizei und war zuletzt zehn Jahre als Leiter der Diensthundeführergruppe in der Altmark tätig.

Von Renate Heinze

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