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Dombrowski: „Ich konnte es einfach nicht mehr ertragen“

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Von: Stefan Schmidt

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Mann mit Pinsel neben Häuschen.
Siegfried Dombrowski am Buswartehäuschen. © Stefan Schmidt

Die Balken des Lüffinger Buswartehäuschens sind frisch gestrichen.

Lüffingen – Irgendwann wurde es Siegfried Dombrowski zu bunt. Oder besser gesagt: Zu grau. „Ich konnte den Anblick nicht mehr ertragen“, erzählt der 79-Jährige, als er an seiner Hofeinfahrt steht. Direkt daneben befindet sich seit etwa 20 Jahren das Buswartehäuschen von Lüffingen. „Ich bekomme dafür von der Stadt sogar ein paar Euro Pachteinnahmen pro Jahr“, erzählt das Ratsmitglied von Hemstedt, zu dem Lüffingen gehört. Denn der Unterstand befindet sich auf Dombrowskis Grundstück. „Das ist ja alles kein Problem“, sagt er.

Das Problem in den vergangenen Jahren: Die Farbe an den Holzbalken verwitterte allmählich, sie blätterte ab. Seit mehreren Jahren, so weiß Siegfried Dombrowski, stellt der Ortschaftsrat immer wieder Anträge an die Gardelegener Stadtverwaltung, die Balken neu streichen zu lassen. „Getan hat sich aber bislang nichts“, weiß er.

Also fuhr der Rentner vor wenigen Tagen nach Gardelegen und kaufte einen Bottich Farbe. Palisander, Garten-Holzlasur. Und fing an, zu streichen. Balken für Balken. „Das war richtig viel Arbeit“, sagt der fast 80-Jährige. Und stellte kurz danach fest, dass er wohl mindestens noch einmal Hand anlegen muss, damit der neue Anstrich auch hält. Denn „es soll ja schön aussehen“.

Dieses bürgerschaftliche Engagement war am Donnerstagabend auch Thema im Ortschaftsrat, wo Siegfried Dombrowski über seine Maler-Aktion berichtete. Hemstedts Ortsbürgermeister Günter Hoop will nun zumindest die Rechnungen im Gardelegener Rathaus einreichen, sodass Dombrowski wenigstens die Materialkosten ersetzt bekommt.

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