Verteilung des Brauchtumsgeldes in Letzlingen

Rat ist sich einig: Überall wird um 20 Prozent gekürzt

Der ehemalige Torwächter, der den Letzlinger Anglern seit dem Sommer als Teichwächter dient, soll fixiert werden. Dafür gibt es Geld aus dem Brauchtumsmittel-Topf.
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Der ehemalige Torwächter, der den Letzlinger Anglern seit dem Sommer als Teichwächter dient, soll fixiert werden. Dafür gibt es Geld aus dem Brauchtumsmittel-Topf.

Letzlingen – 6900 Euro. So viel Geld – mit Restbeträgen aus dem vergangenen Jahr – hat der Letzlinger Ortschaftsrat zur Verfügung, um für dieses Jahr das Brauchtumsgeld zu verteilen.

Darüber debattierten die Ratsmitglieder während ihrer Zusammenkunft am Dienstagabend. Dem stellvertretenden Ortsbürgermeister Thomas genz – er vertrat die erkrankte Dorfchefin Regina Lessing – lagen aber Anträge der Letzlinger Vereine in einer Gesamthöhe von 8470 Euro vor. Also musste gekürzt werden.

„Wenn wir bei jedem Antrag um 20 Prozent kürzen“, so hatte Thomas Genz im Vorfeld der Sitzung ausgerechnet, „dann kommen wir hin.“ Und so verfuhr der Rat konsequent nach dem Gießkannenprinzip: Weil alle Anträge akzeptiert wurden, bekamen auch alle beantragten Maßnahmen Geld – wenn auch überall um ein Fünftel gekürzt.

Die Fußballer des FSV Heide Letzlingen feiern in diesem Jahr ihr 100-jähriges Bestehen. Dafür gibt es 1600 Euro aus dem Brauchtumsgeld-Topf. Der Männergesangverein bekommt 1080 Euro unter anderem für neue Notenblätter und Busfahrten zu Chortreffen. Der Heimatverein erhält 960 Euro unter anderem für den Knackmuß´schen Hof, das Salchau-Treffen und die Kaiserjagd. Die Heideschützen bekommen 920 Euro überwiesen und finanzieren damit unter anderem Königsorden und das Seniorenschießen. Für die Fixierung des einstigen Torwächters am Angelteich „Faule Breite“ bekommt der Angelverein 360 Euro. Die „LE Stompers“ werden mit 336 Euro für neue Bekleidung unterstützt. Jeweils 240 Euro erhalten die Kirchengemeinde und die Jagdhornbläser, der Förderverein FöKsLe erhält 200 Euro. Jeweils 160 Euro bekommen laut Ortschaftsrats-Beschluss der Schlosskirchen-Förderverein, die Patenschaftsarbeit, die Kinderarbeit und die Volkssolidaritäts-Ortsgruppe. Den Motorsportlern werden 120 Euro überwiesen. sts

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