Schüler der Miester Sekundarschule „Am Drömling“ gestalten Schulhof

Selbst gebaute Bänke und bemalte Mülltonnen

Lisa Wagner (Kl. 9a, v.l.), Lea Schulz (8b), Lea Neu (9a) und Dana Schmidt (10a) verschönerten am Montag die letzte Mülltonne mit einem Schilfrohrmotiv. Fotos: Weisbach

Mieste. In den Ferien freiwillig in die Schule gehen? Elf Schüler der Miester Sekundarschule „Am Drömling“ aus den Klassen sieben, acht und zehn sagten dazu „Ja“ und waren pünktlich am Montag zur Stelle.

Sie besuchen den Wahlpflichtkurs „Planen, bauen, gestalten“ von Lehrerin Heidrun Fischer, die dafür auch eng mit der Schulsozialarbeiterin Marie Zimper und dem Gardelegener Jugendförderungszentrum (JFZ) zusammenarbeitet. Und die Kursteilnehmer planen, bauen und gestalten im wahrsten Sinne des Wortes – nämlich den Schulhof ihrer Schule mit neuen Bänken, bunten Mülltonnen und Pflanzen. Allerdings sind anderthalb Stunden in der Woche zu wenig. Aus diesem Grund werden auch mal die Ferien genutzt, um einen großen Schritt weiter zu kommen.

Den Anstoß dazu gaben die Schülervertreter, erzählt Heidrun Fischer, die immer wieder gestöhnt haben, dass die Bänke auf dem Schulhof immer mehr kaputt gehen. Das war der Ansatz für das Projekt, das nun mit Mitteln aus dem Europäischen Sozialfonds (ESF) – beantragt über der JFZ – umgesetzt wird. Und das JFZ, besonders die Tischlerei und die Metallwerkstatt, sind die Partner in der Herstellung von sechs robusten T-Träger-Bänken, an denen die Kursteilnehmer während zweier Projekttage – in jedem Bereich einer – fleißig mitgearbeitet haben. Sie haben unter anderem die Löcher zum Verbinden der metallenen Unterkonstruktion mit den Sitzflächen gebohrt, die Metallteile farblich gestaltet und das Holz mehrfach geschliffen sowie lasiert. Dazu gibt es eine Bilder-Dokumentation unter dem Motto „Schritt für Schritt zu neuen Sitzgelegenheiten für die Schule“. Am Montag wurden diese sechs Bänke an ihren vorgesehenen Standorten verankert. Auch dabei halfen die JFZ-Mitarbeiter mit ihrer Technik vor Ort. Dazu kommen noch neun weitere Holzbänke, die erworben wurden und nicht ganz so robust sind. Sie müssen noch lasiert werden.

Während die Jungen am Montag auf dem Schulhof bei den Bänken mithalfen, waren die Mädchen im Keller der Bildungseinrichtung mit Pinsel und Farben zugange und bemalten eine Mülltonne mit einem Schilfrohrmotiv. Es war die siebente und erst einmal letzte Tonne, die verschönert wurde. Die Idee dazu wurde laut Heidrun Fischer gemeinsam entwickelt. Bei den Entwürfen unter dem Motto „Aus trüben Tonnen werden bunte Kunstwerke“, die jeder einbrachte, wurde gemeinsam entschieden, was möglich ist. So zieren beispielsweise eine Mülltonne die Dinge, die hineingehören – wie Apfel- und Pommes-Reste. Auf anderen strahlt eine gelbe Sonne, verbreiten „Smileys“ gute Laune und lässt sich Graffiti-Schrift entdecken. Sind alle fertig bemalt, werden sie wieder auf dem Schulhof aufgestellt.

Damit hat der Schulhof schon zahlreiche bunte Farbkleckse zu bieten, die durch Pflanzinseln auf der Rasenfläche noch mehr werden sollen. Dafür gibt es eine Kooperation mit einer Gardelegener Garten- und Landschaftsplanerin, die schon vor Ort war. Und da alle Neuerungen auch gepflegt werden müssen, wird der Kurs auch im nächsten Jahr weitergeführt.

Von Elke Weisbach

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare