Seit gestern ist die B 188 zwischen Gardelegen und Weteritz beidseitig gesperrt

33 Kilometer lange Umleitung

Wenn man nach Mieste will, muss man der Umleitung folgen.
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In Schwiesau regelt seit dem gestrigen Dienstag eine Ampel den Verkehr am Abzweig in Richtung Mieste.
  • Stefan Schmidt
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Seit gestern ist die B 188 zwischen Gardelegen und Mieste wegen Sanierungsarbeiten gesperrt. Die Umleitung führt durch die Ortschaften Zichtau, Schwiesau, Breitenfeld, Eigenthum und Jeggau wieder zurück auf die B 188 im Bereich der Miester Umgehungsstraße.

Gardelegen / Weteritz – Seit gestern geht auf der Bundesstraße 188 westlich von Gardelegen nichts mehr. Denn der Straßenbaulastträger, das Land Sachsen-Anhalt, lässt zwischen Gardelegen und Weteritz beidseitig die Fahrbahn erneuern. Und das länger als bisher geplant nämlich nach Angaben des Landes-Verkehrsministeriums bis Ende August, also rund vier Monate lang und damit praktisch während des gesamten Sommers. Während dieser Zeit müssen Autofahrer eine lange Umleitungsstrecke in Kauf nehmen. Sie führt, aus Richtung Stendal / Magdeburg kommend, beginnend an der Gardelegener Umgehungsstraßen-Abfahrt Ackendorf über die B 71 und dann durch die Ortschaften Zichtau, Schwiesau, Breitenfeld, Eigenthum und Jeggau wieder zurück auf die B 188 im Bereich der Miester Umgehungsstraße – und in der Gegenrichtung.

Die Fahrt von Gardelegen nach Mieste ist seit der Sperrung der B 188 deutlich länger geworden. Schon in Schwiesau werden die Auswirkungen der Umleitung deutlich. Wo vor kurzem Autofahrer ganz einfach von der Zichtauer Straße etwa in Richtung Klötze oder Mieste abbiegen konnten, heißt es nun warten. Weil dort eine Bedarfsampel aufgestellt wurde, um Gegenverkehr in der engen Kurve zu vermeiden. So kam es vor, dass sich in beiden Richtungen Fahrzeugschlangen bildeten, während die Auto- und Lastwagenfahrer auf die Grün-Phase warteten.

Die Umleitung führt dann weiter über Breitenfeld. Das dortige Kopfsteinpflaster merkt nicht nur jeder Autofahrer, sondern auch die Fahrer der Lkw. Auch kann es eng werden, wenn sich zwei Brummis in der Kurve am Dorfplatz entgegenkommen, da diese ebenfalls sehr eng ist. Nach etwa 33 Kilometern und einer halben Stunde über die teils holprige Landstraße ist Mieste erreicht. Für Berufspendler, die regelmäßig in und von Wolfsburg, beispielsweise ins Volkswagenwerk, fahren, bedeutet die Vollsperrung seit dieser Woche: spürbar früher losfahren und deutlich später daheim sein.

Auf der B 188 zwischen Gardelegen und Weteritz findet, so teilt das Landes-Verkehrsministerium mit, „ein Praxistest für neue Straßenbauverfahren“ statt. In Zusammenarbeit mit der Technischen Universität im hessischen Darmstadt „wird ein neues Verfahren erprobt“, teilt Verkehrsminister Thomas Webel mit, „das langfristig Geld spart und für weniger Baustellen sorgen könnte“.

In knapp zwei Wochen, ab Dienstag, 18. Mai, wird es eine zweite Baustelle bei Weteritz geben. Dann wird die L 25 zwischen der Auffahrt zur B 188 und der Brücke über die ICE-Strecke Hannover-Berlin gesperrt. Die Gesamtkosten für beide Abschnitte liegen bei etwa einer Million Euro.

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