Ab welcher Höhe sind Pflanzen auf den Gehwegen bußgeldwürdig?

„Sehe uns nicht als Unkraut-Polizei“

Ab wann ist Unkraut Unkraut? Dafür soll es eine möglichst einheitliche Regelung geben, kündigt Bürgermeisterin Mandy Schumacher an. Aus ihrer Sicht ist nicht jeder wachsende Halm gleich bußgeldwürdig. 
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Ab wann ist Unkraut Unkraut? Dafür soll es eine möglichst einheitliche Regelung geben, kündigt Bürgermeisterin Mandy Schumacher an. Aus ihrer Sicht ist nicht jeder wachsende Halm gleich bußgeldwürdig.

Gardelegen – Das Thema, erklärte Mandy Schumacher, „geht ja irgendwie beinahe jeden etwas an. “ Egal ob in Gardelegen oder den Dörfern. Gardelegens Bürgermeisterin meint Unkraut, das am Wegesrand wächst. Und das auf privatem Grund vor sich hinsprießt.

Dafür verteilen die Mitarbeiter des städtischen Ordnungsamtes auch mal Knöllchen. Sehr zum Ärger macher Betroffener, die sich mitunter im Rathaus darüber beschweren, das sie selbst ein Bußgeld zahlen müssen – während nebenan, auf städtischem Grund und Boden, das Unkraut munter vor sich hin wächst.

Am Dienstag gab es nun eine Zusammenkunft mit den Ordnungsamts-Mitarbeitern, um eine einheitliche Regelung und vor allem eine, die die Bürger zufriedenstellt, zu vereinbaren. Das Ergebnis: Mandy Schumacher wird demnächst mit der Leiterin des Ordnungsamtes, Isolde Niebuhr, eine Begehung vornehmen, um an beispielhaften Stellen zu entscheiden, ob dies schon knöllchenwürdig ist oder nicht.

Wobei die Bürgermeisterin da eine eher tolerante Ansicht hat: „Nicht überall da, wo Grün sprießt, müssen wir als Stadt gleich einschreiten.“ Klar sei: Wo es eine Verkehrsgefährdung gibt, wo es wegen nicht zurückgeschnittener Hecken beispielsweise Sichtbehinderungen für Autofahrer und Radler gibt – wie bis vor kurzem in der Doppelkurve stadtauswärts auf der Isenschnibber Chaussee zwischen Burgmühle und Mildebrücke – da müsse eingeschritten werden. Eine Unkraut-Auflistung, so macht sie aber deutlich, betrachte sie nicht als die Hauptaufgabe der Ordnungsamts-Mitarbeiter. „Ich sehe uns nicht als Unkraut-Polizei.“ VON STEFAN SCHMIDT

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