Aus Schützen werden Landwehrschützen

Stillgestanden im Schnee: Vertreter zahlreicher befreundeter Schützenvereine und -gilden wohnten der Enthüllung bei.

Jävenitz – von Stefan Schmidt Es war kalt. Bitterkalt sogar. Aber den Mitgliedern des Jävenitzer Schützenvereins wurde am Sonnabend warm ums Herz. Denn es gab nicht nur ein Jubiläum, es gab auch eine Umbenennung.

Selbst der Stein wollte nicht so recht. Ihm war offenbar zu kalt. Als helfende Hände am Sonnabend nach Einbruch der Dunkelheit vor dem Jävenitzer Schützenheim einen Gedenkstein enthüllen wollten, ließ sich die Hülle nur schwer abmachen: Sie war festgeklebt. Und das bei minus fünf Grad. Schützenvereins-Chef Fred Bohndick nahm es mit Humor, die in der Kälte ausharrenden Schützenbrüder und -schwestern aus Jävenitz und anderer Vereine froren derweil.

Aber das Ereignis war wichtig genug, um sich in Geduld zu üben. Denn die Jävenitzer Schützen feierten am Sonnabend ihr 20-jähriges Bestehen. Und das auf den Tag genau. Denn am 4. Dezember 1990 wurde der Schützenverein in der örtlichen Gaststätte „Zur Gans“ wieder ins Leben gerufen. Bereits im Jahre 1869, genauer am damaligen 1. Juli, organisierten sich die ersten Schützen in Jävenitz und fungierten als „Landwehrunterstützungsverein“. Genau an diese Tradition knüpfen ihre Nachfolger 141 Jahre später an. Denn seit Sonnabend heißen die Jävenitzer Schützen offiziell „Jävenitzer Landwehrschützen.“ Die entsprechenden ganz frischen Abzeichen an den Uniformen trugen die Mitglieder bereits.

Der – nach kurzer Verzögerung – dann doch noch enthüllte Gedenkstein ist zweieinhalb Tonnen schwer, aus Granit und stammt aus der Colbitz-Letzlinger Heide.

Beim sich anschließenden Festakt in der Aula der Jävenitzer Grundschule gab es während des Abends zahlreiche Ehrungen und Auszeichnungen (Bericht folgt). Außerdem blickte der Schützenvereins-Chef Fred Bohndick auf die wechselvolle Geschichte der Jävenitzer Schützen zurück.

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare