Schülerprojektegegen Graffiti?

Gardelegen - Von Stefan Schmidt. Es ist ein Vierteljahr her, dass in Gardelegen eine konzertierte Aktion gegen Schmierereien in der Innenstadt ins Leben gerufen wurde. Doch viele Graffiti-Verunstaltungen sind immer noch da. Was sich denn seitdem getan habe, wollte Freie-Liste-Fraktionschefin Hannelore von Baehr während der jüngsten Hauptausschuss-Sitzung von Bürgermeister Konrad Fuchs wissen.

Der bat während der Zusammenkunft um Geduld. Denn nicht nur Hannelore von Baehr ist aufgefallen, dass die meisten Schmierereien immer noch die Hauswände verunzieren. Im April hatten sich deshalb mehrere Bürger und Organisationen zusammengefunden, um gemeinsam den Kampf gegen die Schmierfinken aufzunehmen. Unter der Initiative von Thomas Beck gab es Gespräche zwischen der Stadt, den Kommunalpolitikern, Mitarbeitern des Gardelegener Jugendclubs sowie Betroffenen (wir berichteten). Mit dem Ergebnis einer baldigen konzertierten Reinigungsaktion.

Immerhin: Eine Wand ist wieder weiß. Und zwar unweit des Gardelegener Feuerwehr-Gerätehauses. Dort hat Malermeister Falk Wellach symbolisch die Patenschaft für diese Wand übernommen und sie entsprechend gereinigt. Dies geschah im Juni. Woanders hat sich hingegen noch nichts getan.

Was teilweise, so berichtete Fuchs im Hauptausschuss, versicherungstechnische Gründe habe. Diese müssten erst noch abgeklärt werden, ehe es zum Putz komme. Außerdem stehe man in Kontakt mit mehreren Gardelegener Schulen, ob dort nicht Schülerprojekte ins Leben gerufen werden könnten, um den Schmierfinken ans Werk zu gehen. Doch derzeit, so der Bürgermeister in Antwort auf Hannelore von Baehr, seien ja Sommerferien. Erst mit Schulbeginn könne man dort konkrete Ergebnisse erwarten. Die angeschriebenen Schulen seien das Geschwister-Scholl-Gymnasium, die Karl-Marx-Sekundarschule und die Rosa-Luxemburg-Förderschule.

Außerdem gebe es noch die Möglichkeit, erläuterte der Bürgermeister, die Schmierereien mit Hilfe eines Bildungsträgers entfernt zu bekommen. Einen Antrag an die Agentur für Arbeit habe es auch schon gegeben. „Wie und wann“ es von dort eine Antwort und eventuelle Hilfen gebe, erläuterte Fuchs im Hauptausschuss, das sei momentan „noch völlig unklar.“

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