Unterstand am Bahnhofsvorplatz kommt wohl erst in einigen Wochen – und wenn kein Frost ist

Schüler müssen weiter frieren

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Am Gardelegener Bahnhofsvorplatz gibt es momentan nur eine kleine Unterstellmöglichkeit (l.) für fast 400 Fahrschüler. Dies soll sich bald ändern – wohl aber nicht mehr in diesem Winter.

Gardelegen. Eigentlich sollten die Dächer noch im alten Jahr stehen. Das jedenfalls kündigte Gardelegens Bauamtsleiter Engelhard Behrends im Herbst an.

Damals hatte die Fraktion der Freien Liste im Gardelegener Stadtrat einen Antrag gestellt. Nämlich auf den Kauf von drei Unterständen für den Gardelegener Bahnhofsvorplatz. Dort müssen täglich mehrere hundert Schüler – Gymnasiasten, aber auch Sekundarschüler – ein-, aus- oder umsteigen. Mitunter warten sie dort auch mal längere Zeit auf die Schulbusse. Und mitunter frieren sie im kalten Wind oder werden nass. Denn aktuell gibt es nur ein kleines Bushäuschen, dessen Dach ein wenig schützt. Da passen aber nur wenige Schüler drunter. Die meisten Mädchen und Jungen stehen bei Regen stehen ungeschützt auf dem Bahnhofsvorplatz. Genau das sollte anders werde.

Wird es auch. Aber wohl nicht mehr in diesem Winter. Wie Bauamts-Mitarbeiter Erwin Benecke im jüngsten Bauausschuss erklärte, betrage die Lieferzeit für die drei bestellten Dächer „acht bis zwölf Wochen“. Gegenüber der Altmark-Zeitung konkretisierte Benecke seine Angaben: Der Auftrag sei erteilt, die Firma habe den Auftrag mittlerweile auch bestätigt. „Aber diese Unterstellmöglichkeiten werden im voraus gebaut“, so Benecke. Und so verzögert sich die Ankunft der Teile. „Ich will jetzt auch keine Prognose abgeben, wann genau die Häuschen geliefert werden“, erklärt er.

Zumal die Buswartehäuschen ohnehin erst montiert werden können, wenn es im Boden keinen Frost mehr gibt. „Bei Frost können wir nun mal nicht betonieren“, erläutert Erwin Benecke die Lage. Soll heißen: In diesem Winter werden die Mädchen und Jungen am Gardelegener Bahnhofsvorplatz wohl noch frieren und sich auf ihre Kapuzen oder Schirme verlassen müssen.

Die drei Bushäuschen kosten zusammen etwa 15 000 Euro. An diesen Kosten beteiligt sich auch der Altmarkkreis Salzwedel.

Von Stefan Schmidt

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