Gardelegener Bürgerpark lädt auf 60 000 Quadratmetern zum Spaziergang, Verweilen und Spielen ein

Aus „schrecklichem Ort“ wurde Kleinod

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Ein Blick vom Aussichtsplateau nach unten: Zahlreiche Besucher der Eröffnungsveranstaltung ließen sich über das Bürgerparkgelände führen und lauschten den Erläuterungen des Planers und seines Bauleiters über die Gestaltung der Anlage, bei der aus vorhandenen Elementen Neues geschaffen wurde.

Gardelegen. Aus einem „schrecklichen Ort“, an dem es gestunken und gestaubt hat, wie Planer Marcel Adam das ehemalige ACZ-Gelände an der Burgstraße nannte, ist ein idyllisches Kleinod geworden.

Davon überzeugten sich unzählige kleine und große Gardelegener sowie Gäste aus den umliegenden Ortschaften bereits am Eröffnungstag. Sie ließen sich nach dem obligatorischen Schnitt durchs Band mit Erläuterungen von Adam und seinem Kollegen, Bauleiter Frank Klöpper, über das 60 000 Quadratmeter große Areal führen.

Wie Klöpper erklärte, wurde bei der Gestaltung mit den vorhandenen Strukturen gearbeitet und Neues geschaffen. Altes Pflaster und auch der Schotter der Gleisanlagen wurden wiederverwendet. So bildet ein Schottergarten entlang des ehemaligen Gleisbettes, der sparsam mit Wildstauden, die Trockenheit vertragen, bepflanzt ist, den Auftakt das Rundgangs durch den Bürgerpark. Dieser hat zwar eine in sich geschlossene Struktur, dennoch schmiegt er sich perfekt an den angrenzenden Wall an, mit dem er unter anderem über die Lausebachbrücken verbunden ist. Die alte Eisenbahnbrücke wurde saniert und für Fußgänger zugänglich gemacht.

Ein Spaß für die Kinder – den Schneckenweg zum Aussichtsplateau hinauf- und hinunterlaufen, und zwar nicht im Schneckentempo.

Am Lausebach vorbei geht es dann in Richtung des Aussichtsplateaus, von dem der Betrachter einen tollen Blick über den Bürgerpark, auf das Schloss Isenschnibbe und die Gardelegener Altstadt hat. Die Kinder lieben es vor allem, den Schneckenweg, der hoch zum Plateau führt, hinauf- und hinunterzulaufen. Gleich daneben, zwischen den belassenen zwei Graswällen, finden sie noch mehr Spiellemente, nämlich zwei Rutschen, die nicht nur den kleinen Besuchern Spaß machten, und einen Klettersteig. Zudem steht ganz in der Nähe die Doppelschaukel.

Hinter dem Plateau grasen derzeit Schafe von Schäfer Gaudian, die als natürliche Rasenmäher die begrünten Flächen in Zukunft kurz halten. Derzeit ist das aber auf den meisten Flächen des Bürgerparkes noch nicht notwendig. Denn es wurde eine Saatgutmischung genommen, die „extrem langsam wächst“, hatte Marcel Adam erläutert. Aus diesem Grund hatte sich die Freigabe des Bürgerparks auch hinausgezögert. Die Landschaftspflege- und -entwicklungsmaßnahmen, mit denen in der zweiten Jahreshälfte 2012 begonnen wurde, waren 2013 nahezu abgeschlossen. Durch die extremen Wetterverhältnisse mit einem langen Winter und einem trockenen Herbst war aber die Vegetation nur recht langsam in Gange gekommen, so dass man der Natur bis zu diesem Frühjahr noch Zeit zum Wachsen gab. Das gilt auch für die neu angepflanzten Bäume, die den vorhandenen Bestand ergänzen.

Überall auf dem Gelände laden zudem Betonquader, Holzpodeste und Bänke zum Verweilen ein.

Von Elke Weisbach

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