Jerchel-Weteritz steht auf Prioritätenliste an Platz 101

So schnell kommt Radweg wohl nicht

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Ein möglicher Radweg zwischen Jerchel und Weteritz wird wohl noch lange auf sich warten lassen. In der Landes-Prioritätenliste steht diese Verbindung nur an 101. Stelle.

Jerchel / Weteritz. Rund um Gardelegen gibt es entlang der Bundes- und Landesstraßen fast überall so genannte straßenbegleitende Radwege. Nur aus Richtung Jerchel nicht.

Die L 25, die rund vier Kilometer durch den Weteritzer Forst bis nach Weteritz führt, ist für Radfahrer gefährlich. Sie müssen auf der Fahrbahn, die mitunter schnurgerade durch den Wald verläuft, radeln. Doch eine Besserung für Pedalritter ist erstmal nicht in Sicht. Denn die genau 4,63 Kilometer lange Verbindung steht in der „Fortschreibung der Radwegebedarfspläne“ nur auf dem 101. Platz. Das teilt das Landes-Verkehrsministerium mit. Aktuell sollen 32 Maßnahmen gefördert werden. Die Verbindung von Jerchel nach Weteritz ist somit noch lange nicht an der Reihe.

Die Kosten für einen solchen Radweg würden laut Ministerium bei derzeit 910 000 Euro liegen.

Noch schlechter sieht es für andere Radwege im Gardelegener Stadtgebiet aus. Sie tauchen zwar auch auf der Prioritätenliste des Landes-Verkehrsministeriums auf. Aber weit hinten. So ist für einen Radweg von der Bundesstraße 71 nördlich von Wiepke bis nach Zichtau die Position 284 vermerkt. Die Kosten bei dieser 1,6 Kilometer langen Strecke würden sich auf 330 000 Euro belaufen. Auf Rang 290 liegt die Verbindung von Jeseritz nach Jerchel (Länge: 2,71 Kilometer; Kosten: 520 000 Euro). Noch weiter hinten liegt die angemeldete Radweg-Maßnahme Algenstedt-Kremkau (Länge: 3,33 Kilometer; Kosten: 680 000 Euro), nämlich auf Listenplatz 313. Und gar an 353. Stelle befindet sich ein möglicher Radweg zwischen den Ortschaften Zichtau und Schwiesau (Länge: 2,12 Kilometer; Kosten: 420 000 Euro).

Von Stefan Schmidt

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