Schlamm, Wasser und Erde: Ausnahmezustand in Wiepke

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mb Wiepke. Das Unwetter vom Sonnabend hielt für Estedt, besonders aber für Wiepke, eine böse Überraschung bereit: Der Starkregen, der auch über die Felder westlich von Wiepke an den Hellbergen niederging, setzte die Erde in Bewegung.

Die braune, erdige Brühe kam mit enormer Kraft den Hang hinunter und in wenigen Sekunden stand Wiepke von der Bundesstraße 71 bis zur Kalbenser Straßen am anderen Ortsende unter Wasser.

Die Alte Dorfstraße glich einem Fluss, mit Wellenschlag schoss das Wasser das Dorf hinunter. Viele Keller liefen voll und riefen auch die Feuerwehren auf den Plan. Anwohner fegten die braune Brühe aus den Hofeinfahrten und was für die einen schwere Arbeit war, machte einem Autofahrer offenbar Spaß: Er sauste durch die überflutete Alte Dorfstraße.

Auf der Bundesstraße sah es nicht besser aus als im Dorf. Bei Familie Breslein, sie liegen mit ihrem Haus und Garten direkt zwischen Berg und Straße, stand das Wasser gut einen Meter hoch im Garten. Eine Mauer links am Haus wehrte zum Glück einen Großteil der schlammigen Brühe ab und lenkte die Überschwemmung auf die Bundesstraße.

Schnell waren Feuerwehr, Einwohner und Landwirte auf den Beinen, man half sich gegenseitig - nicht nur beim Schippen des Schlammes sondern auch mit schwerer Technik.

Anwohner standen Kopfschüttelnd da. So etwas hätten sie auch noch nicht gesehen.

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