Abschluss des Altmärkischen Heimatfestes: Konzerte von Linda Hesse und Nik P.

Schauer vor dem „Stern“

Als es ab 19.06 Uhr regnete, waren die vom MDR verteilten Regencapes heiß begehrt.

Gardelegen. Linda Hesse war kurzzeitig irritiert. Plötzlich liefen die vor der Bühne stehenden Zuschauer zu hunderten davon. „Wo wollt Ihr denn hin?“, rief sie am Sonntagabend ins Mikrofon. Bis die Halberstädterin merkte, dass es aus Kübeln goss.

Und zwar mitten im Konzert der 26-jährigen, genau ab 19. 06 Uhr. Sie selbst blieb auf der überdachten Bühne trocken – die Zuhörer flüchteten unter die schützenden Bierbuden und Bratwurststände, lauschten von dort aus der Musik.

Ein paar Minuten später war der Himmel wieder blau, rückten die Fans nach vorne auf. Und sangen bei Linda Hesses bisher größtem Hit „Ich bin doch kein Mann“ kräftig mit –auch die Männer. Was die junge Frau, wie sie auf der Bühne zugab, immer wieder aufs Neue amüsiere.

Um 19.56 Uhr dann, als Abschluss des 16. Altmärkischen Heimatfestes in Gardelegen, der Auftritt von Nikolaus Presnik aus Friesach in Nordkärnten. Künstlername: Nik P. Größter Hit: „Ein Stern, der deinen Namen trägt.“ Bevor der mittlerweile 51-Jährige eben dieses Lied ganz zum Schluss, nach rund anderthalb Stunden, zum Besten gab, erklangen andere Schlager, oft ruhigerer Natur. Bei einem seiner ältesten Hits vergaß Nik P. sogar den Text („Das ist mir noch nie passiert“). Mag sein, dass die lange Anreise schuld am kleinen Fauxpas war: Nik P. sang noch am Vormittag in der ARD-Sommersendung „Immer wieder sonntags“, die aus dem Europapark Rust in Baden-Württemberg ausgestrahlt wird.

Er habe mit Musik begonnen, weil ihn früher fasziniert habe, wie die Mädels bei Beatles-Konzerten reihenweise umgekippt seien. „Bei mir fällt niemand in Ohnmacht“, erklärte er gespielt-traurig. „Irgendwas muss ich da wohl falsch machen...“

Von Stefan Schmidt

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