Ehemals Käse-Walter wird für rund 1,5 Millionen Euro saniert / Rossmann-Einzug im Februar 2017

Ein Schandfleck in Gardelegen verschwindet

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Nachdem die Fassade eingerüstet war, waren die Bauarbeiten an der Ernst-Thälmann-Straße auch von der Fußgängerzone aus zu sehen.

Gardelegen. Im Februar nächsten Jahres soll es soweit sein. Dann will der Drogeriemarkt Rossmann innerhalb von Gardelegen umziehen, und zwar von der Kreuzung am Großen Hospital in das Gebäude an der Ernst-Thälmann-Straße 16, welches im Volksmund auch Käse-Walter genannt wird.

Das bestätigt Rossmann-Pressesprecher Stephan-Thomas Klose auf Nachfrage der Altmark-Zeitung.

Ein Blick in den Anbau offenbart, dass sich die Verkaufsfläche des Drogeriemarktes verdoppelt. Ab Februar 2017 kann auf 675 Quadratmetern eingekauft werden.

Dort werden, wie er weiter mitteilt, mit 675 Quadratmeter mehr als doppelt so viel Verkaufsfläche zur Verfügung stehen als bisher. Auf dieser deutlich größeren Verkaufsfläche kann Rossmann dann viele neue Sortimente anbieten – darunter auch Spiel- und Schreibwaren, Haushaltsartikel und Zeitschriften. Die drogistischen Sortimente können ebenfalls erheblich umfangreicher angeboten werden. Zudem werden acht Parkplätze für die Kunden der Drogerie zur Verfügung stehen.

Nach der Fertigstellung des Anbaus im hinteren Bereich begann vor kurzem der Innenausbau im Erdgeschoss.

Nachdem im Januar dieses Jahres die notwendigen Abrissarbeiten im hinteren Bereich abgeschlossen waren, wird seit Mai an dem Objekt bereits gebaut, was allerdings bis vor kurzem nur von der hinteren Rendelbahn, aber nicht von der Fußgängerzone aus zu sehen war, erläutert der zuständige Planer Matthias Lofing. Er arbeitet bereits seit 20 Jahren mit verschiedenen Eigentümern an der Wiederbelebung des historischen Gebäudes – an der Fassade ist das Baujahr 1687 zu lesen –, das unter Denkmalschutz steht. Deshalb muss so viel wie möglich erhalten und aufgearbeitet werden, was nach dem Umbau in den 1970er Jahren noch vorhanden ist. Dazu gehört laut Planer die Fassade, das Dach inklusive Konstruktion und die Fensterfront, die in alter Form wiederhergestellt werden müssen.

Die Anlieferung des derzeitigen Marktes an der Kreuzung in Gardelegen war auch für den Verkehr immer eine Herausforderung.

Für den Einzug des Drogeriemarktes wurde im unteren hinteren Bereich angebaut, so dass die notwendigen Quadratmeter auch angeboten werden können. Dieser Anbau ist mittlerweile im Rohbau fertig. Nun geht es mit dem Innenausbau im Erdgeschoss weiter, der nun auch von der Fußgängerzone aus beobachtet werden kann. Für das Gros der Arbeiten, sprich für die Hauptgewerke, wurden regionale Firmen verpflichtet. Nach der Fertigstellung des Erdgeschosses werden im Obergeschoss Büroräume hergerichtet, die über einen separaten Eingang zu erreichen sind.

Insgesamt entstehen, wie Lofing weiter erläutert, hinter dem Gebäude an der Rendelbahn 15 Parkplätze. Von dort gibt es aber keinen Zugang zum Drogeriemarkt. Der Eingang befindet sich an der Fußgängerzone. Von dort aus wird der Markt auch künftig zu den festgelegten Anlieferzeiten beliefert – ohne, wie derzeit nicht anders möglich, den Verkehr zu behindern.

Insgesamt investiert der Eigentümer etwa 1,5 Millionen Euro in das Gebäude und beseitigt damit den letzten Schandfleck an der Fußgängerzone in Gardelegen.

Von Elke Weisbach

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