20-Jährige hat zudem Vorschlaghammer, Butangasbrenner, Spitzhacke, Kettensäge und Sprühdosen im Auto

Scary-Movie-Maske und Kettensäge: Schrecken auf Parkplatz in Gardelegen

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So eine Maske, bekannt aus den Scream- und Scary-Movie-Filmen, setzte die Frau auf.

Gardelegen. Scary-Movie-Maske, Skelettverkleidung und Kettensäge: Eine 20-jährige Frau hat am Sonnabend nach Einbruch der Dunkelheit, auf dem Penny-Parkplatz im Gardelegener Neubaugebiet Schlüsselkorb für ein Schreckensszenario gesorgt.

Nach Angaben einer jungen Mutter, die mit ihrem Kleinkind dort zufällig zu Fuß unterwegs war und die unmittelbar nach dem Vorfall die Polizei informiert hatte, zog sich die Frau an ihrem Auto eine Art Scary-Movie-Maske mit Skelettbekleidung über und „hantierte mit einer Kettensäge“. Das erklärt Polizei-Pressesprecher Gerd Schönfeld. 

Was genau mit diesem „hantieren“ gemeint ist, sei noch nicht klar. Eine unmittelbare Gefahr für Umstehende gab es offenbar nicht: Die maskierte Frau ging wohl auf niemanden konkret los. Als die Polizei kurze Zeit später vor Ort eintraf, fand sie im Inneren des Wagens und im Kofferraum weitere Masken. Aber noch viel mehr: Vorschlaghammer, Butangasbrenner, Spitzhacke, Kettensäge und Sprühdosen. All dies wurde von den Ordnungshütern sichergestellt und darüber hinaus mehrere Personen, die sich im und am Auto aufhielten, vernommen. 

„Sie werden derzeit als Zeugen geführt und nicht als Beschuldigte“, betont Schönfeld. Es handelt sich um mehrere Personen im Alter zwischen 13 und 20 Jahren. Gegen die maskierte Frau liegt nun eine Anzeige vor. Die Polizei ermittelt – auch in der Frage, ob dieser Vorfall mit den in der Nacht zuvor stattgefundenen Autobränden in der Salzwedeler Innenstadt (wir berichteten) zu tun hat. Mit den Utensilien, die auf dem Penny-Parkplatz in Gardelegen sichergestellt wurden, hätte man ebenfalls Fahrzeuge in Brand setzen können. 

„Nichts“ hält der Polizeisprecher von Hasskommentaren und Vorverurteilungen auf Facebook, die es seit dem Vorfall massenhaft gibt. Aufrufe, wer die Frau kenne und wer sie konkret sei, seien ermittlungstechnisch unnötig, betont Gerd Schönfeld. „Die Person ist uns namentlich bekannt.“ Weitere Hinweise solle man an die Polizei melden, gerne auch über die sozialen Medien. Die Beschuldigte befindet sich nach ihren Vernehmungen wieder auf freiem Fuß.

Von Stefan Schmidt

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