Gardelegens Tierheim hat wieder viele junge Katzen / Aufnahmestopp

Samtpfoten-Schwemme

Dieser Hase ist am Straßenrand bei Rätzlingen im Bördekreis gefunden worden.

Gardelegen. Petra Gewasda, die Chefin im Gardelegener Tierheim, weiß mal wieder nicht, wo ihr der Kopf steht. „Es ist wieder schlimm“, sagt sie. Denn in den vergangenen Wochen sind zahlreiche junge Katzen entweder abgegeben oder ausgesetzt worden.

Allein 19 von ihnen sind Maikatzen, also erst wenige Wochen alt. Im Tierheim, das vom Tierschutzverein Gardelegen / Klötze betrieben wird und am Lüffinger Dreieck nördlich von Gardelegen liegt, werden die Samtpfoten wieder aufgepäppelt. Auch wenn nicht alle überlebt haben: Tierfreunde, die eine oder mehrere dieser kleine Katzen haben wollen, sind tagsüber im Tierheim – möglichst nach vorheriger Absprache unter (0 39 07) 71 51 05 – willkommen.

Peta Gewasda bittet Passanten, nicht aus falscher Tierliebe junge Katzen in Richtung Tierheim zu bringen. Denn manche Nachwuchs-Schnurrer sind ungewollt ihrer Mutter weggenommen worden. „Die Altkatze ist auf Futtersuche, die Kleinen sehen dann verwaist aus – sind sie aber nicht.“ Manch ein überfürsorglicher Zeitgenosse schleppt den Nachwuchs dann in der vermeintlichen Erwartung, sie vor dem Tode zu retten, ins Tierheim, obwohl die Katzenmutter vorhanden ist.

Neben diversen jungen Katzen lebt dort neuerdings auch ein braun-weißer Hase, der am Straßenrand bei Rätzlingen unweit von Oebisfelde entdeckt worden ist. Er ist offenbar leicht gestört, dreht sich selbst im Kreis und wirkt hyperaktiv. Das Tierheim in Gardelegen sucht nun den Besitzer von Meister Langohr.

Von Stefan Schmidt

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