Etwa 150 Besucher amüsierten sich beim „Frei.Wild“-Regionstreffen im Letzlinger Kulturhaus

Rockmusik für einen guten Zweck

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Sascha Fräßdorf, Frontmann der Gardelegener Band Rakar, ließ es krachen. Insgesamt sieben Bands standen am Wochenende während des „Frei.Wild“-Regionstreffen in Letzlingen auf der Bühne.

Letzlingen. Völlig störungsfrei verlief am Wochenende das zweite „Frei. Wild“-Regionstreffen im Letzlinger Kulturhaus. Weder von Seiten der Polizei, noch von den Anwohnern der Poststraße gab es während und nach der Veranstaltung mit sieben Bands Beschwerden.

Die Polizei fuhr während des Konzertes einige Male Streife. Etwas Auffälliges bemerkten die Ordnungshüter nicht. Im Vorfeld waren auf einer Internetseite mehrere tausend Besucher aus dem Bundesgebiet angekündigt worden, was bei den Letzlingern für Kritik an der Verwaltung für die Genehmigung des Konzertes sorgte. Doch die große Gästewelle blieb am Sonnabend aus. „Wir hatten etwa mit 200 Besuchern gerechnet. Gekommen sind zirka 150 Leute mit den Musikern“, bilanzierte Steffen Haselau, Regionssprecher von Sachsen-Anhalt. Somit waren die Organisatoren mit der Resonanz nicht ganz zufrieden. Ob es am Ort lag, oder andere Gründe hatte, will der „Frei.Wild“-Vorstand während einer der nächsten Zusammenkünfte detailliert auswerten. Auch an welche Institution oder Verein die Einnahmen des Letzlinger Konzertes fließen. „Wir sind uns im Vorstand fast einig, dass die Einnahmen an das Kinderhospiz Bärenherz Leipzig gehen. Aber das müssen wir noch im Vorstand beschließen“, berichtet Steffen Haselau. Er freute sich darüber, dass die Anwohner der Poststraße am anderem Morgen Kontakt zu den Organisatoren suchten und die sich auch für die fast störungsfreie Nacht bedankten. Aber auch, dass die Veranstalter die Straße sauber verlassen hatten.

Der Berliner Steffen Haselau hatte das Rockspektakel in das Heidedorf geholt, weil er einige Jahre im nahe gelegenen Gefechtsübungszentrum diente. Und die Fangemeinde guter Deutschrockmusik kam während der über zehn Stunden dauernden Veranstaltung voll auf ihre Kosten.

Mit dabei war die Gardelegener Gruppe Rakar mit ihrem Frontmann Sascha Fräßdorf, Bassist Matthias Blum, Schlagzeuger Ingo Lüders und Gitarrist Thomas Mertens. Die Deutschrockmusiker und die starke Stimme von Sascha Fräßdorf kamen beim Publikum an. Doch auch Nor Folk aus Hötensleben, Loz Tinitoz aus Cuxhaven, die Thalheimer Gruppe Goitzsche Front sowie Substanz P (Achim), Sündflut (Bempflingen) und die bayrische Gruppe Zorn Winkler überzeugten und komplettierten somit das Bandgeschehen im Letzlinger Kulturhaus. Die Fans der etwas härteren Deutschrockbands hatten zum Teil weite Anfahrtswege in Kauf genommen, um die Musik im Letzlinger Kulturhaus dann live hören zu können. Vor dem Kulturhaus standen nicht nur Fahrzeuge mit SAW-Kennzeichen, sondern auch mit Nummerschildern mit den Abkürzungen für Hamburg, Hannover, Berlin und Leipzig.

Von Henning Lehmann

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