Beim Herztag im Altmarkklinikum rückte das Vorhofflimmern in den Blickpunkt

Richtige Ernährung beugt Flimmern vor

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Dr. Michael Schoof, ärztlicher Direktor des Altmarkklinikums in Gardelegen, zeigte bei seinem Vortrag, wie im Vorhof Gerinnsel entstehen können.

Gardelegen. „Vorhofflimmern ist die häufigste Herzrhythmusstörung“, erklärte Dr. Michael Schoof, ärztlicher Direktor des Gardelegener Altmarkklinikums, bei seinem Vortrag am Sonnabend anlässlich des Herztages.

Traditionell rückt im November bei der Herzwoche das lebenswichtige Organ in den Blickpunkt. Unbehandelt kann Vorhofflimmern zu Schlaganfall und Herzschwäche führen.

Das Risiko dafür steigt mit zunehmenden Alter. Und so war es nicht verwunderlich, dass am Sonnabend vor allem Ältere und meist Betroffene zum Herztag ins Krankenhaus gekommen waren. „Es ist schade, dass wir die Jüngeren nicht erreichen“, bedauerte Dr. Schoof im AZ-Gespräch. Denn gerade für sie wären die Informationen zu Symptomen und vor allem dem Vorbeugen der Erkrankung wichtig. Aber meist interessiert man sich erst für eine Krankheit, wenn man persönlich betroffen ist.

Während Ärzte früher der Auffassung waren, dass ein anfallsweises Vorhofflimmern, das nach wenigen Stunden wieder verschwindet, nicht behandelt werden muss, sehen das die Experten mittlerweile anders. „Auch das muss behandelt werden“, erklärte Dr. Schoof.

Richtige Ernährung kann Erkrankungen vorbeugen: Am Stand der AOK konnten die Besucher Häppchen probieren und viele Rezepte mitnehmen.

Die Ursachen für Vorhofflimmern können in Übergewicht, zu hohem Blutdruck, Herzerkrankungen, Diabetes, Schilddrüsenerkrankungen, Schlafapnoe oder Nierenleiden liegen. Deshalb ist es wichtig, so betonte der Internist in seinem Vortrag, auch die Ursachen zu behandeln. Begleiterkrankungen wie Bluthochdruck und Diabetes, müssen konsequent mit Medikamenten behandelt werden. Gegen das Auftreten von Vorhofflimmern können die Betroffenen aber auch selbst etwas tun. Schoof listete auf, was hilft: Ausdauertraining, Abnehmen bei Übergewicht, Rauchen unterlassen, Alkoholkonsum einschränken, Stress abbauen und auf gesunde Ernährung achten. Dazu trug auch der Stand der AOK mit Tipps zur gesunden Ernährung bei. Dort gab es auch viele passende Rezepte und Häppchen zum Probieren. Das Rosengesundheitscenter informierte auch, dort konnten die Besucher sich den Blutdruck messen und den Hauttyp bestimmen lassen. „Ernähren Sie sich bewusst“, appellierte Michael Schoof. Das bedeute nicht, dass man ganz auf schädliche Lebensmittel verzichten müsse. Betroffene sollten deren Genuss nur einschränken, riet er.

Von Monika Schmidt

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