„Wir liegen gut in der Zeit“

Restaurierungsarbeiten an der Holzdecke der Nikolaikirche in Gardelegen kommen voran

Mathis Schubert und Helma Konstanze Groll arbeiten an der Holzdecke
+
Mathis Schubert und Helma Konstanze Groll zeigen, wie an der Holzdecke in der Kirche gearbeitet wird.

Die im März gestarteten Restaurierungsarbeiten kommen gut voran. Das Team um Mathis Schubert ist sehr zuversichtlich, dass sie pünktlich fertig werden.

Gardelegen – „Die Termine sind eng gelegt, aber wir liegen gut in der Zeit“, erklärt der ausführende Restaurator Mathis Schubert.

Seit dem 15. März arbeitet das Restauratorenteam um Mathis Schubert und Kai Fronk an der Holzdecke der Nikolaikirche in Gardelegen. Dazu wurde zunächst eine oberflächliche Reinigung durchgeführt, um anschließend die Farbpigmente der vorhandenen Deckenmalereien partiell zu festigen, die sich zu lösen drohen. Der letzte Arbeitsschritt ist die Retusche. Dabei werden sowohl Pigmente aus der alten Farbe als auch aus neueren Farben verwendet.

„Es ist eine Art Konturenmalerei“

Insgesamt finden die Arbeiten auf einer Fläche von ungefähr 120 Quadratmetern statt. „Wenn man sich die Fläche anschaut, ist es schon eine aufwendige Arbeit. Aber von der künstlerischen Seite sind die Arbeiten nicht so kompliziert. Da die Malereien aus dem Jahr 1953 stammen“, erklärt die Restauratorin Groll. Die einzelnen Ausbesserungen werden alle Freihand getätigt. „Es ist eine Art Konturenmalerei“, erzählt Helma Konstanze Groll. Weiterhin muss bei den Arbeiten an den Deckenmalereien darauf geachtet werden, dass sie nicht mit der Hand berührt werden. Dafür benutzt Mathis Schubert einen speziellen Stab.

Als Zieldatum für die Fertigstellung steht der 10. Mai, bis dahin soll alles fertig werden. „Nach dem 30. April erfolgt die Abnahme und anschließend der Abbau des Gerüstes“, äußert sich der Restaurator.

180 Spendensteine

Weitere Hingucker sind die Spendensteine im Hof der Kirche. Bereits 180 dieser speziellen Steine konnte Klaus Bernstein im Innenhof verlegen. „Die Idee dazu hatte meine Frau“, erzählt Klaus Bernstein vom Verein für Kultur- und Denkmalpflege. Für die Sanierung und Restaurierung der Kirche ist ein Eigenanteil notwendig, der finanziert werden muss.

Seit dem vergangenen Sommer können sich Interessierte bei Klaus Bernstein melden und für 150 Euro einen solchen Stein erwerben. „Sie können dort aufschreiben lassen, was sie wollen“, erklärt der Gardelegener. Dabei kommen die Spender aus der ganzen Welt wie zum Beispiel aus den USA oder den Niederlanden.

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare