Deutsche Stiftung Denkmalschutz finanziert

Reparaturen an zwei Kirchen: Förderung für Solpke und Roxförde

Mit insgesamt 70.887 Euro fördert die Deutsche Stiftung Denkmalschutz Sanierungsarbeiten an den Kirchen in Solpke (Bild) und in Roxförde.
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Mit insgesamt 70.887 Euro fördert die Deutsche Stiftung Denkmalschutz Sanierungsarbeiten an den Kirchen in Solpke (Bild) und in Roxförde.
  • Hanna Koerdt
    VonHanna Koerdt
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Solpke/Roxförde – Über 580 Projekte in Sachsen-Anhalt fördert die Deutsche Stiftung Denkmalschutz (DSD), dazu gehören nun auch zwei Kirchen aus dem Gardelegener Einheitsgemeindegebiet – die Kirche in Solpke sowie das Roxförder Gotteshaus.

Für die Zimmererarbeiten im Rahmen der Sanierung des Schiffsdachs der Solpker Kirche (wir berichteten) stellt die DSD dank der treuhänderischen Ingrid Wiegand-Stiftung ganze 59.246 Euro zur Verfügung.

In der Solpker Kirche, die in der Mitte des 13. Jahrhundert errichtet wurde, muss der Schädlingsbefall in der Schiffsdachkonstruktion dringend behoben werden. Ein vor den Sanierungsarbeiten eingeholtes Holzschutzgutachten hatte ergeben, dass unter anderem der Haupttragebalken erneuert werden muss, der vom Schwamm befallen und zerfressen ist. Ebenfalls werden Arbeiten an der Kirche in Roxförde von der DSD gefördert. Hier fließen 11.641 Euro von der Stiftung, dank Spenden und Mitteln der Lotterie Glücksspirale.

An der von 1852 bis 1854 erbauten Kirche – zuvor gab es schon eine mittelalterliche, die aber abbrannte – werden Dachdeckerarbeiten durchgeführt. Das Dach der Roxförder Kirche besteht aus zwei tragenden Holzkonstruktionen. Eine trägt das steile Satteldach, die andere, ein sogenanntes Sprengwerk, trägt die flacher geneigte Innenschale über dem Kirchenraum. Im Zuge der Sanierung des Sprengwerkes und der darauf liegenden Schalung wurde festgestellt, dass die Auflager stark geschädigt sind und komplett erneuert werden müssen.

In den 80er Jahren sollte die Kirche in Roxförde wegen ihrer Bauschäden abgerissen werden. Doch die örtliche Kirchengemeinde und engagierte Helfer verhinderten dies in Eigenleistung, sodass das Gotteshaus bis heute genutzt wird.

VON HANNA KOERDT

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