Technischer Defekt auf Bahnstrecke bei Solpke

350 Reisende mussten den ICE wechseln

Ein ICE blieb am Mittwochabend bei Solpke liegen. Die Reisenden mussten umsteigen.
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Ein ICE blieb am Mittwochabend bei Solpke liegen. Die Reisenden mussten umsteigen.
  • Stefan Schmidt
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Solpke – Ein technischer Defekt an einem ICE hat am Mittwochabend für Behinderungen sowie Zugverspätungen auf der ICE-Strecke Hannover-Berlin gesorgt.

Wie Claudia Friedrich von der Bundespolizeiinspektion aus Magdeburg auf Anfrage der Altmark-Zeitung mitteilt, sei ein ICE um 18.23 Uhr unweit von Solpke, in Höhe Kilometer 245,8, kontrolliert zum Stillstand gekommen.

In den Waggons befanden sich 350 Reisende, die ausharren mussten, bis ein Ersatzzug vorgefahren kam. Ein solcher Ersatzzug muss erst zusammengestellt und dann zum Ort des Geschehens gefahren werden. Er kam gut eine Stunde nach dem Defekt, um 19.40 Uhr, in Solpke an. Anschließend wurden die Fahrgäste über Behelfsübergänge von einem Zug zum anderen geleitet, auch mithilfe der vor Ort befindlichen Einsatzkräfte der Feuerwehren aus Solpke und Gardelegen.

Die Reisenden mussten dabei den Zug nicht über das Gleisbett verlassen. Dieser Wechsel auf den Ersatz-ICE dauerte rund eine halbe Stunde und war um 20.12 Uhr beendet. Danach konnte der herbeigeschaffene Zug seine Fahrt in Richtung Berlin antreten, während der havarierte ICE in ein Depot gebracht werden musste. Nach Aussage von Claudia Friedrich musste die ICE-Strecke in Richtung Berlin mehr als vier Stunden lang, von 18.23 bis 22.42 Uhr, gesperrt werden. Die Gegenrichtung war in der Zeit zwischen 19.40 und 20.21 Uhr dicht. Es kam zu Verzögerungen bei insgesamt 14 Zügen.

VON STEFAN SCHMIDT 

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