Altmärkischer Künstler Mirko Rathke eröffnet mit Vernissage Klostergalerie in Kloster Neuendorf

Künstler Mirko Rathke eröffnet mit Vernissage in Kloster Neuendorf

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Zur Eröffnung der neuen Klostergalerie auf der Nonnenempore in Kloster Neuendorf gab es nicht nur was für die Augen, sondern auch für die Ohren. Es spielten Katharina Pschorr und Jakob Brenner.

Kloster Neuendorf. Vor rund einem Jahr hatte Pfarrer Jürgen Brilling die Idee, auf der Nonnenempore der Klosterkirche in Kloster Neuendorf eine Galerie einzurichten.

Illustrator Mirko Rathke (vorne) eröffnete auf Einladung von Pfarrer Jürgen Brilling mit seinen Werken die Klostergalerie.

Am Sonnabend feierte man dort Eröffnung mit einer „kleinen exklusiven Ausstellung“, wie der Künstler Mirko Rathke meinte, die aber bei den Gästen großen Eindruck hinterließ. Manchmal mischt sich Phantasie und Wirklichkeit in den Werken. Zum Beispiel auf dem Bild des Bauern, der seinen Spargel erntet – typisch für die Altmark. Nur ist die dargestellte Spargelstange zweimal so groß wie der Bauer, der sie auf einem Karren hinter sich herzieht. Auf anderen Bildern sind Landschaften, Menschen, Tiere zu sehen – so detailreich und lebensecht, als wären sie abfotografiert.

Die Bilder, die nun in der Klostergalerie in Kloster Neuendorf hängen, hat Mirko Rathke „mit Herzen und Bedacht ausgewählt“, so der 39-jährige gebürtige Altmärker, der in Leipzig lebt und als Illustrator arbeitet: Es seien vor allem Detailstudien, er wolle „den Menschen näherbringen, was mich im Alltag beschäftigt“, so Rathke. Viele Bilder zeigen altmärkische Motive, zum Beispiel der „Hinterhof Dambeck“. Aber auch phantasievolle Werke konnten die Vernissagebesucher am Sonnabend bestaunen, wie den Fuchs mit dem Marienkäfer auf der Nasenspitze, in den sich Gudrun Hainsch gleich verliebte: „Wunderschöne Sachen“.

Mirko Rathke freute sich am Sonnabend besonders, in heimischen Gefilden auszustellen, als erster in der neuen Klostergalerie. Jürgen Brilling hatte Kontakt zu ihm aufgenommen, die beiden Männer kennen sich schon seit vielen Jahren von gemeinsamen Jugendfreizeiten in Schweden. Und es gab schon gemeinsame Projekte: „Ich hatte eine Krippenmusik geschrieben, daraus ist eine CD geworden und er hat das Cover damals kreiert“, erzählte Brilling.

Malerei und Musik waren auch am Sonnabend wieder verbunden, denn die Ausstellung wurde musikalisch von Katharina Pschorr an der Violine und Jakob Brenner am Keyboard umrahmt. Ob der Tango von Piazzolla oder „Salut d’amour“ von Elgar: Es war ein echter Hörgenuss.

Die Klostergalerie ist nun immer sonnabends und sonntags jeweils von 15 bis 18 Uhr für Besucher geöffnet.

Von Hanna Koerdt

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