Spezielles NASA-Angebot, um Land mit Bahn und Bus zu erkunden

Mit „Rasender Rosi“ auf Tour

Vom Gardelegener Bahnhof startete gestern die vierte Bahn-Bus-Landestour mit der „Rasenden Rosi“ (Mitte neben Bürgermeister Konrad Fuchs) nach Salzwedel.
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Vom Gardelegener Bahnhof startete gestern die vierte Bahn-Bus-Landestour mit der „Rasenden Rosi“ (Mitte neben Bürgermeister Konrad Fuchs) nach Salzwedel.

Gardelegen. Dass man das Land Sachsen-Anhalt gut mit Bus und Bahn erkunden kann, diesen Beweis trat in dieser Woche die Nahverkehrsgesellschaft Sachsen-Anhalt (NASA) an. Denn in ihrem Auftrag lud die „Rasende Rosi“ zu insgesamt vier Bahn-Bus-Landestouren ein.

Es ging bereits von Halle nach Freiburg mit Paddeltour auf der Unstrut, von Bitterfeld nach Dessau/Wörlitz mit Parkführung und Gondelfahrt sowie von Magdeburg nach Halberstadt mit Dombesuch und Fahrt mit der historischen Straßenbahn. Die letzte Tour startete gestern am Gardelegener Bahnhof. Ziel war die Hansestadt Salzwedel mit dortiger Stadtführung und dem Besuch einer Baumkuchenbäckerei. Gefahren wurde mit der Landesbuslinie 100, auch Altmark-Heide-Express genannt, die die Städte Magdeburg und Salzwedel miteinander verbindet.

Bevor die Reisenden, die auch aus Halle und Bitterfeld angereist waren, mit der „Rasenden Rosi“ und den Begleitern des NASA – alle erkennbar an orangefarbenen T-Shirts, während „Rosi“ in gleichfarbigem Trenchcoat mit passender Brille erschien– in Gardelegen in den Bus stiegen, wurden sie von Bürgermeister Konrad Fuchs begrüßt. Er stellte in humorigen Worten die mit 632 Quadratkilometern flächenmäßig drittgrößte Stadt Deutschlands vor und brachte dabei auch das Schlagwort „entschleunigen“ an. „Hier kann man das gut“, erklärte er mit einem Augenzwinkern, „denn wir haben viel Land und wenig Menschen.“ Pro Quadratkilometer seien das nicht mal 37. Und auch die Sehenswürdigkeiten der Stadt wie die Wallanlage, die 1995 als „lindenbestandener Promenadenweg mit Landschaftspark“ als Gartenträumeprojekt saniert wurde, das Rathaus und das Salzwedeler Tor vergaß er natürlich nicht zu erwähnen. Ein Besuch lohne sich auf jeden Fall, so sein Fazit.

Das ist auch die Meinung von Brigitta und Dieter Tiedtke aus Sandersdorf bei Bitterfeld, die extra einen Tag vor der Tour nach Gardelegen gereist waren, um die Stadt kennenzulernen. Sie starteten ihre Entdeckungstour vom Rathausplatz aus. Und die Stadt habe ihnen auch sehr gut gefallen, wie sie versichern. Die Wallanlage sei sehr schön und auch die bereits genannten Gebäude, wenn man sie denn gefunden hat. Denn es war schwierig, merkte Brigitta Tiedtke an, sich zu informieren. Als sie beispielsweise endlich die Tourist-Information im Salzwedeler Tor gefunden hatten, war diese bereits geschlossen. Auch fehlen im Zentrum der Stadt Hinweisschilder, wo man sich derzeit befindet und welche Sehenswürdigkeit in welcher Richtung liegt. Außerdem, wispert Brigitta Tiedtke noch, fehlen am Bahnhof Toiletten.

Eine, die den Ausführungen genau zugehört und mit dem Ehepaar noch einmal gesprochen hat, war Mandy Zepig, Sachbearbeiterin für Wirtschaftsförderung in der Stadtverwaltung, die gestern ebenfalls mit auf Reisen ging. Denn Besuchern fallen Dinge auf, die Einheimische einfach übersehen, weil ihnen alles bekannt ist, wie beispielsweise die fehlenden Informationen und Hinweisschilder. Und eine erste Maßnahme wird sein, in den Hotels und Pensionen Info-Material über die Stadt auszulegen. Nach der erfolgreichen Premiere im vergangenen Jahr, waren auch die diesjährigen Bahn-Bus-Landestouren sehr erfolgreich. Es gab über 300 Bewerbungen. Allerdings konnten nur zwischen 20 und 30 Leute jeweils mitmachen. Ob es im kommenden Jahr eine dritte Auflage oder ein anderes Angebot der NASA gibt, erfahren Interessierte auf der Hompage www.mein-takt.de.

Von Elke Weisbach

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