Schenkenhorster Kommunalpolitiker verteilten geringer gewordenes Verfügungsgeld für 2012

Räte spenden bis zu zwei Monatsgehälter

Die Mitglieder des Schenkenhorster Ortschaftsrates diskutierten über die Verteilung der Verfügungsmittel für dieses Jahr. Foto: Schmidt

sts Schenkenhorst. Es sind nur noch 500 Euro. „Es waren mal bei uns etwa 1500 Euro“, erinnerte Schenkenhorsts Ortsbürgermeister Wolfgang Reboné an vergangene Zeiten. Damals gab die Gemeinde mehr Geld für Feiern und Veranstaltungen im Ort aus. Nun muss man sparen.

Denn für dieses Jahr plant die Stadt Gardelegen laut vorliegendem Haushaltsplan Verfügungsmittel in Höhe von drei Euro pro Einwohner. Im Vorjahr waren es noch fünf Euro, ehe die Haushaltssperre eintrat.

Drei Euro pro Einwohner, das heißt für das kleine Schenkenhorst eben jene 500 Euro.

120 davon gehen für Jubiläen weg. Denn in diesem Jahr spendiert der Ort zwölf Jubilaren Aufmerksamkeiten im jeweiligen Wert von zehn Euro. Nutznießer sind alle Einwohner, die ab 60 Jahren einen runden Geburtstag feiern, ab 80 Jahren gibt es jedes Jahr ein Präsent. „Darauf wollen wir auch in Zukunft nicht verzichten“, hält Wolfgang Reboné eine solche Anerkennung für die älteren Menschen für wichtig. Darüber hinaus gibt es wieder 100 Euro für die Frauentagsfeier in Schenkenhorst. Das entschied der Ortschaftsrat, der über diese Verfügungsmittel selbst bestimmen darf. 50 Euro soll die Ortsgruppe der Volkssolidarität erhalten, ebenfalls 50 Euro werden für das Maischießen bereitgestellt. Und für die Rentner-Weihnachtsfeier werden 90 Euro ausgegeben. Über die Höhe des Zuschusses für das Schenkenhorster Tischtennis-Turnier gab es noch keine Entscheidung. Angesichts der Kürzungen wird aber erwogen, das Startgeld von bisher drei auf künftig vier Euro zu erhöhen.

Einig ist sich der Schenkenhorster Ortschaftsrat auch darin, in diesem Jahr wieder einen Teil der eigenen Aufwandsentschädigung für Veranstaltungen im Ort zur Verfügung zu stellen. Ob ein Monatsgehalt, wie zuletzt praktiziert, oder gar zwei, das entschied man während der Zusammenkunft am Dienstag in der Gaststätte „Spelunkenwirt“ im Nachbarort Wiepke noch nicht. „Das können wir ja je nach Bedarf und Kassenlage noch im Laufe dieses Jahres entscheiden“, schlug Uwe Roitsch vor. Die übrigen Schenkenhorster Ratsmitglieder folgten ihm.

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