Volkssolidarität begegnet demografischem Wandel mit einem neuen Projekt / Beratungsstelle eröffnet

Mit „Quartiersmanagement“ in die Zukunft

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Projektkoordinatorin Jaqueline Kohlmeier wirbt für das neue Projekt „Quartiersmanagement“.

djk Gardelegen. Mit einem neuen Projekt will sich der Regionalverband der Volkssolidarität Gardelegen den Anforderungen des demografischen Wandels stellen.

Das Vorhaben mit dem Titel „Quartiersmanagement“ soll älteren Menschen trotz wachsender Einschränkungen ermöglichen, ihren Lebensabend in einer vertrauten Umgebung verbringen zu können.

Hintergrund des Projektes ist, dass die Einwohnerzahl der Stadt Gardelegen mitsamt ihrer Ortsteile nicht nur dramatisch sinken wird – von etwa 24 000 Bewohnern im Jahr 2010 auf fast 19 100 im Jahr 2025 – sondern eine steigende Zahl der Einwohner zugleich einer zunehmenden Lebenserwartung entgegenblickt – bei ebenfalls zunehmendem Hilfebedarf. Dem will das neue Projekt Rechnung tragen. Der Schwerpunkt liegt dabei auf dem alten Stadtgebiet Gardelegens sowie den Ortsteilen Jävenitz, Letzlingen und Lindstedt.

Projektkoordinatorin ist Jaqueline Kohlmeier. Sie stellte das konkrete Konzept gestern den Vertretern von Verbänden, beteiligten Institiutionen und kommunalpolitischen Gremien vor. Erster Schritt ist demnach der Aufbau einer Beratungsstelle in der Begegnungsstätte der Volkssolidarität. Die Arbeit läuft bereits seit Anfang August. Innerhalb der kommenden drei Jahre sollen außerdem geeignete Wohnformen entstehen, zusätzliche Begegnungsmöglichkeiten geschaffen und weitere ehrenamtliche Helfer gewonnen werden. Andere Ziele sind der Ausbau der Nachbarschaftshilfe, die Weiterentwicklung von Dienstleistungsangeboten sowie die Absicherung der Mobilität – Stichwort Anruf- und Einkaufsbus. Darüber hinaus sind generationsübergreifende Angebote geplant, die das Zusammenleben fördern und einer Vereinsamung vorbeugen. Dabei sollen die bestehenden Kontakte zur Otto-Reutter-Grundschule, zur Kindertagesstätte Krümelkiste und zum Schullandheim ausgebaut werden. Ein Runder Tisch mit den jeweiligen Kooperationspartnern soll das Projekt begleiten und bei Problemen Abhilfe schaffen. Ansprechpartner für alle Interessenten ist Jaqueline Kohlmeier, die im neuen Beratungsbüro in der Begegnungsstätte der Volkssolidarität an der Gardelegener Nicolaistraße dreimal wöchentlich, montags und donnerstags von 13 bis 16 Uhr sowie dienstags von 9 bis 16 Uhr, Sprechstunden anbietet.

Das Fördergeld für das „Quartiersmanagement“ kommt von der Stiftung Deutsches Hilfswerk, die mit dem Reinerlös der ARD-Fernsehlotterie soziale und karitative Maßnahmen gemeinnütziger Träger fördert.

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