Dirk Lindner: Seit drei Jahren Kampf gegen Geräusche und Kloake

Aus der Pumpstation in Estedt stinkt´s

+
Es stinkt: Dirk Lindner hat buchstäblich die Nase voll vom Geruch aus der Pumpstation, die sich unmittelbar vor seiner Hofeinfahrt an der Dorfstraße in Estedt befindet.

.

Estedt – Dirk Lindner zückt sein Handy. Und zeigt mehrere Fotos, die während und nach einem heftigen Regenguss vor seinem Grundstück an der Dorfstraße in Estedt, am östlichen Ortsrand, entstanden sind. Zu sehen ist nicht nur eine überflutete Dorfstraße, die an dieser Stelle abschüssig ist. Zu sehen ist auch, wie aus der mitten auf der Fahrbahn befindlichen Pumpstation das Wasser hochdrückt – und mehr noch. „Klopapier, Haare und andere Gegenstände“, so erzählt der Hausbesitzer aus Estedt, seien ans Tageslicht gekommen. Verbunden mit dem entsprechenden Gestank. „Das ist unerträglich“, schimpft er.

Dirk Lindner hat dieses Problem direkt vor seiner Hofeinfahrt bereits seit drei Jahren. „Seit dem Sommer 2016“, so erinnert er sich, „nehmen wir und unsere Mieter unzumutbare Geräuschbelästigungen wahr“. Denn die Pumpstation verursache Geräusche, die „oberhalb der Hörschwelle“ lägen. Das habe ein gerichtlich bestellter Gutachter im August 2017 sogar offiziell festgestellt, sagt Dirk Lindner. Weil man „nur vom Wasserverband hingehalten“ worden sei, haben er und seine Frau im vergangenen November bei einem Gerichtstermin erwirken können, dass der Gardelegener Wasserverband bis Ende Januar 2019 eine Planung erstellen müsse. Bis zum April, so sagt Lindner, hätten die baulichen Maßnahmen erfolgen müssen.

Wirklich getan habe sich bis jetzt aber nichts, bemängelt er. Das hat zur Folge, dass es selbst bei Sonnenschein und blauem Himmel, also ohne Regen, rund um die Pumpstation und die nur wenige Meter davon entfernte Entlüftungsanlage nach Kloake stinkt. Wie am gestrigen Nachmittag. Auch die Geräuschbelästigung sei noch da. „Ein normales Ein- und Durchschlafen ist gar nicht mehr möglich“, schimpft auch die Mieterin im Haus. „Unsere Geduld ist am Ende“, ergänzt Dirk Lindner abschließend.

Katja Rötz, die Geschäftsführerin des Gardelegener Wasserverbandes, verweist auf Anfrage der Altmark-Zeitung auf das noch laufende Verfahren und versicherte, dass man „an einer Lösung arbeitet“.

VON STEFAN SCHMIDT UND INA TSCHAKYROW

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare