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Protest aus Kreistag und Stadtrat

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Von: Stefan Schmidt

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Die Gedenkstätte Feldscheune Isenschnibbe soll umgestaltet werden – auch mit neuen Schildern für die aktuelle Bezeichnung des Areals. Doch das Land plant einen Stopp des Vorhabens. Foto: Schmidt
Die Gedenkstätte Feldscheune Isenschnibbe soll umgestaltet werden – auch mit neuen Schildern für die aktuelle Bezeichnung des Areals. Doch das Land plant einen Stopp des Vorhabens. © Schmidt

Gardelegen / Salzwedel. Protest auf breiter Ebene: Sowohl der Gardelegener Stadtrat als auch der Kreistag haben am Montagabend eine Resolution verabschiedet, die sich gegen die Pläne des Landes wendet, vorerst kein Geld für die Umgestaltung der Gedenkstätte Feldscheune Isenschnibbe bereitzustellen.

Im Doppel-Haushalt des Landes Sachsen-Anhalt ist aktuell für das Jahr 2018 – dann sollte der Bau beginnen – kein Geld vorgesehen.

Im Kreistag brachte die SPD-Fraktion eine Resolution ein, die einstimmig - also parteiübergreifend - angenommen wurde. Darin heißt es, dass man „dieses Handeln des Landes nicht verstehen und nicht akzeptieren“ könne. Man sei „erstaunt darüber, dass ein mit großer öffentlicher Beachtung gestartetes zukunftsweisendes Vorhaben auf diese Weise zumindest aufgeschoben werden soll“.

Im Gardelegener Stadtrat lag ein Protestschreiben aus, das die anwesenden Kommunalpolitiker unterschrieben. Der geplante Stopp des Geldes sei „eine Schocknachricht für die Hansestadt und ihre Bürger“. Die Gedenkstätte befindet sich seit anderthalb Jahren in Trägerschaft des Landes. Vor Ort arbeitet mit Andreas Froese-Karow eine hauptamtliche Kraft intensiv an der Vorbereitung zur Umgestaltung des Areals.

Von Stefan Schmidt

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